Der Ja-Sager – Filmkritik

Eine Filmkritik von FilmkritikenOD zur Komödie der Ja-Sager mit Jim Carrey und Zooey Deeschanel.

Warum gerade der Ja-Sager und nicht einer meiner absoluten Lieblingsfilme als erster Film hier besprochen wird?

der-ja-sager-poster

© Warner Bros. Pictures

Die Antwort ist einfach und hätte viel schneller beantwortet werden können, als es durch diesen unnötigen Satz noch möglich ist. Der Film ist der Grund, wieso diese Seite endlich mit Inhalten gefüttert wird. Eigentlich sollte FilmkritikenOD bereits im Juni, spätestens Anfang Juli mit einem stillen Knall ins Leben geboren werden. Wie ihr seht, ist daraus nichts geworden.

Ohne zu verraten, ob dieser Jim-Carrey-Film es wert ist, den Weg in eure Augen zu finden, sei gesagt, dass die Thematik mich zum Nachdenken gebracht hat. Was würde passieren, wenn man zu allem „Ja“ sagen würde? Dann hätte es vielleicht auch einen 13. Jünger gegeben. Denn – was viele nicht wissen – ein gewisser Bartholomäus hatte gerade keine Lust seine Lehmhütte zu verlassen und genehmigte sich lieber einen Mittagsschlaf, als Jesus ihn zu sich einlud. Und trotzdem wurde er genau dadurch berühmt. Man muss also auch mal nein sagen können. Plädoyer beendet.

Jedenfalls habe ich nun ja zu dieser Seite gesagt und aus diesem Grund konntet ihr lesen, was vor diesen Worten geschrieben steht und werdet lesen können, was noch folgt:

Worum geht es?

Der Ja-Sager erinnerte mich zeitweise an Und täglich grüßt das Murmeltier. In beiden Filmen geht es um einen, der keinen Bock auf seine Mitmenschen hat, über die Laufzeit des Filmes aber geläutert wird. Jim Carrey braucht dafür allerdings keinen immer wiederkehrenden Tag, sondern eine Gruppierung, die zu jeder sich bietenden Gelegenheit Ja sagt.

© Warner Bros. Pictures

In einer depressiven Phase gefangen, nachdem seine Ex mit ihm Schluss gemacht hat, schottet der Protagonist sich von seiner Außenwelt so gut es geht ab und lebt ein Leben, das mehr an das Fegefeuer erinnert. Jeden Tag dieselbe Leier und nach Feierabend und am Wochenende RTL schauen. Okay, nehmen wir einen anderen Sender, wir sprachen von Fegefeuer und nicht von der Hölle. Doch oh Wunder, oh Wunder, nachdem er zu allem Ja und Amen sagt, lernt er eine persische Frau kennen, spricht plötzlich koreanisch und fängt wieder an zu masturbieren.

Wenn du jetzt sagst: „Das will ich auch!“ So antworte ich: „Ein Drittel des Weges hast du bereits geschafft.“ Ob das Internet so erfolgreich wäre, wenn man die Computer-Maus stets mit zwei Händen bedienen müsste? Jedenfalls ist der Film anfangs amüsant anzusehen, reicht aber weder im Humor noch in der Gesichtsakrobatik an ältere Streifen mit Jim Carrey heran. Und besonders in der letzten halben Stunde nimmt die Liebesgeschichte zu viel Platz ein. Leider läuft diese nach dem bekannten Schema Geheimnis-kommt-heraus-Trennung-Entschuldigung-finden-wieder-zusammen ab. Überraschungen sucht man vergebens.
Trotzdem ist es insgesamt ein beschwingter Film mit herzerwärmenden Szenen. Und wenn man sich für die Thematik interessiert oder sich in einer Situation wähnt, in der man häufiger vor die Tür gehen sollte, dann ist dieser Film eine solide Wahl für zwischendurch, wenn man eine seichte Komödie sehen möchte.

© Warner Bros. Pictures

Der oben erwähnte Streifen mit Bill Murray in der Hauptrolle und ein anderer Film mit Jim Carrey namens Vergiss mein nicht sind an dieser Stelle als bessere Alternativen genannt.

Kommen wir zurück zu unserer Frage vom Anfang, ob Dinosaurier heute noch leben würden, wenn Erdogan nicht Präsident der Türkei wäre. Die Antwort ähnelt der nach der Frage eures Partners, ob er zu viele Rettungsringe angesetzt habe. Auch hier werdet ihr so einiges erleben, wenn ihr das mit Ja beantwortet. Probiert es aus.

Hui, das ging jetzt aber schnell vorbei, sonderlich ergiebig war es auch nicht und der hat doch keine Ahnung, was er da macht.
– Tja, so ist das halt beim ersten Mal.

Die Kritik zu Der Ja-Sager wurde soeben auf Platz 2 unserer ersten zehn Kritiken gewählt. Lest mehr in der Top10 der bisherigen Kritiken.

Ja, bring mich nach oben

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2 Gedanken zu “Der Ja-Sager – Filmkritik

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