Self/Less – Filmkritik

Eine Filmkritik von FilmkritikenOD zum Actionfilm Self/Less mit Ryan Reynolds und Ben Kingsley.

Warum gerade Self/Less und nicht irgendein imdb-Top250-Film als zweiter Film hier besprochen wird?

selfless-poster

© Concorde Filmverleih GmbH

Der Film hat mich direkt angesprochen. Und das nicht etwa, weil Penelope Cruz dort eine Nacktszene hat, denn die spielt gar nicht mit, sondern wegen der Thematik. Diese ähnelt stark einem meiner Lieblingsfilme der vergangenen Jahre: Transfer. Aber vorneweg sei gesagt, dass alle, die nach dem deutschen Untertitel dachten, dass Self/Less im Gefängnis spielen würde, enttäuscht sein werden.

In Self/Less geht es um einen dem Tod geweihten, stinkreichen Typen, der sein Leben dadurch verlängert, dass er sein Bewusstsein in einen jüngeren Menschen transferiert. Doch leider trauen die Produzenten diesem Plot mit all seinen moralischen Fragen nicht und setzen in der zweiten Hälfte vermehrt auf Ballerei und Verfolgungsjagden.

Kritik

© Concorde Filmverleih GmbH

Die Frage, ob man sich selbst so viel wert ist, dass ein anderes Leben für das eigene geopfert wird, hat keine große Daseinsberechtigung mehr, wenn der Protagonist auf dem Weg zur Antwort mehrere Dutzend Menschen tötet. Es wird leider auch nicht groß auf die Kehrseite eingegangen. Die Frage, ob das Leben bestimmter Menschen mehr wert sein kann, als das von Kritikenschreibern im Internet, wird zwar so ähnlich kurz aufgeworfen, aber dann wird lieber der Beantwortung nachgegangen, um wie viel Grad ein Genick gedreht werden muss, bis es den Geist aufgibt.

Fazit

© Concorde Filmverleih GmbH

Obwohl die Actionszenen nichts Besonderes darstellen und ich der Meinung bin, dass hier Zurückhaltung zu bevorzugen gewesen wäre, schafft es der Film, zu unterhalten. Das liegt an den sympathischen Hauptdarstellern (Ryan Reynolds, Ben Kingsley) und wie oben schon thematisiert an der Grundthematik des Streifens. Die Actionszenen sollte man als fades Beiwerk betrachten und sich auf die ruhigen Töne mit all deren Gewichtigkeit konzentrieren, dann springen zwei Stunden solide Sonntags-Unterhaltung bei rum. Nicht besonders gut, nichts besonders schlecht.
Wer allerdings hofft, dass Regisseur Tarsem Singh so bildgewaltig ans Werk ging, wie bei seinen Erstlingswerken The Cell und The Fall, der muss leider erkennen, wie Hollywood gestrickt ist. Und da machen sich Schießereien in einem Trailer vermeintlich besser als die Frage, wenn ihr einen Tag im Körper einer anderen Person verbringen dürftet, würdet ihr lieber einen Regenmantel oder einen Duftbaum mitnehmen?

Die Kritik zu Self/Less wurde soeben auf Platz 6 unserer ersten zehn Kritiken gewählt. Lest mehr in der Top10 der bisherigen Kritiken.

Hände hoch!

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Ein Gedanke zu “Self/Less – Filmkritik

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