Perfect Blue – Filmkritik

Eine Filmkritik von FilmkritikenOD zum Anime Perfect Blue von Satoshi Kon.

perfect-blue-poster

© Metropolitan Filmexport

Klopapier sparen mit Frauentausch war gestern, heute ist Klopapier sparen mit FilmkritikenOD angesagt.
Wenn ihr statt einem Blatt Klopapier gar keines verbrauchen wollt, dann geht doch einfach auf die Toilette, bevor ihr euch duscht. Stellt euch dann aber besser gegen den Strom.

Mein Lieblingsanime. Und wer bei dem Wort Anime schon weggeklickt hat, der kann das jetzt eh nicht mehr lesen.

Perfect Blue ist bis auf die Anfangsszene mit Power-Rangers-artigen Gestalten so ziemlich der westlichste Anime, den ich kenne. Keine kindliche Ästhetik mit großen Kulleraugen und fabelhaften Geschichten. Ebenso keine philosophischen Fragen darüber, was die Welt zusammenhält und wann ein Mensch ein Mensch ist. Und auch keine sich verwandelnden Alienwesen, die mit ausufernden Gliedmaßen für Blut- und andere Fontänen sorgen.
Nein, Perfect Blue ist ein auf den Punkt inszenierter Psychothriller (was soll das heißen, auf den Punkt inszeniert?), der nicht nur zufällig an Black Swan erinnert. Denn genau für diesen Film stand Perfect Blue Pate.

Worum geht es?

Eine talentierte Sängerin steigt aus ihrer Girlgroup aus, um Schauspielerin zu werden. Was danach passiert, ist schockierend und könnte gut als Clickbait verwendet werden.
Ein ehemaliger Fan scheint ihr diesen Schritt nicht zu verzeihen und es häufen sich mysteriöse Todesfälle. Aber entspricht das überhaupt der Wahrheit? Die Krimi-Serie, in der sie mitspielt, weist erstaunlich viele Parallelen zu diesen Vorkommnissen auf und so langsam scheinen Realität, Wahn und Film zu verschmelzen.

© Rapid Eye Movies

Ich mag Psychothriller. Und auch wenn Perfect Blue nicht gerade der Anime mit dem schönsten Zeichenstil und dem größten Budget ist, macht er aus seinen Möglichkeiten dank einer in meinen Augen großartigen Story das Beste. Dazu schafft er es prächtig, die Isolation und den langsamen psychischen Zerfall der Hauptfigur darzustellen. Als Zuschauer wird man immer wieder an der Nase herumgeführt, auf welcher Ebene man sich gerade befindet. Was den ein oder anderen zugegebenermaßen Abschrecken könnte, der sich lieber fest gemauert in der Erden sieht.

Wer hingegen auf wendungsreiche Psychothriller steht und sich davon überzeugen will, dass Anime auch was für Erwachsene sind, der wird hier formidabel bedient. Außerdem ist das Ende zumindest für mich eine große Überraschung gewesen. Und dank leichter Altersvergesslichkeit auch beim zweiten Anschauen.

 

Alvins Meinung

© Rapid Eye Movies

Dass sich noch nichtmal die gezeichneten Weiber untenrum rasieren können. Unfuckbar. Ich stehe jeden morgen auf, geh trainieren, lasse mich einölen und massieren, zupfe mir die Augenbrauen, shave mich am ganzen Körper, putze mir die Zähne und die Kimme, Bleaching im Sommer – Sauna im Winter, das alles und noch viel mehr mache ich wofür? Dass die Ischen meinen ich müsse Tarzan im Dschungel spielen!? Liebe Zeichner, immer mit Gummi. In dem Fall mit Radiergummi, dann sähe das gleich viel besser aus. Wenn ich Zahnseide brauche, dann kaufe ich mir welche. Im Bett hat das nix zu suchen. Aber dann wieder beschweren, wenn ihr mir die Pickel aufm Rücken ausdrücken dürft. Und nein, die kommen nicht vom Eiweiß-Shake! Der Film? Ja, sonst ganz gut.

Die Kritik zu Perfect Blue wurde soeben auf Platz 8 unserer ersten zehn Kritiken gewählt. Lest mehr in der Top10 der bisherigen Kritiken.

Eine Oktave höher

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3 Gedanken zu “Perfect Blue – Filmkritik

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