Moonwalkers

Eine Filmkritik von FilmkritikenOD zum Verschwörungstheorien-Trash Moonalkers mit Rupert Grint und Ron Perlman.

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© Alchemy

Bislang war bekannt, dass die Mondlandung von Stanley Kubrick gefaked wurde. Jetzt wird bekannt, dass Stanley Kubrick bei der Inszenierung der Mondlandung gefaked wurde. Was nach völligem Blödsinn klingt, ist es auch. Kurz vor der ersten Mondlandung geht dem US-amerikanischen CIA mächtig die Düse. Was tun, wenn Apollo 11 es nicht wie geplant auf den Mond schaffen würde? Die Russen würden sich über die Amis lustig machen, also muss ein Plan B her.
Ron Perlman spielt einen Vietnam-Soldaten, der Stanley Kubrick mit einer Fake-Inszenierung der Mondlandung beauftragen soll. Im Falle aller Fälle würde dieser Film über jeden Fernseher auf der ganzen Welt flimmern. Also genau das, was manche Verschwörungstheoretiker bis heute glauben.
Allerdings gerät unser Kriegsveteran durch Zufall an den von Rupert Grint (Ron aus Harry Potter) gespielten Tourmanager einer unterirdischen Band. Dieser wittert das große Geld und wirft ein Kubrick-Double ins Feld, um den Fake-Film zu faken. Danach bricht die Hölle los: er zerplatzen Köpfe, wir sehen Mondquallen und Drogen, Drogen, Drogen.

Das könnte durchaus der Untertitel des Streifens sein. Drogen, Drogen, Drogen. Denn abgesehen von Kifferkomödien wie Cheech & Chong, Harold & Kumar, sowie Pineapple Express hat man selten einen Film gesehen, bei dem die Einnahme von bewusstseinsverändernden Substanzen so glorifizierend dargestellt wurde. Nehmt Drogen und habt Spaß. Habt Spaß und nehmt Drogen. Nehmt Drogen und alles wird gut.
Das muss an sich nichts Nachteiliges bedeuten, geht einem hier aber schnell auf den Senkel, da die Drogentrips nur in den Köpfen der zugekoksten Drehbuchautoren für zotiges Lachgewitter sorgten. Dri-Dra-Drogentrip, auch der kleine Frank macht mit. Wirft sich eine Pille ein, ja so muss die Feier sein. Und sind die Drogen weg, trinken wir nen Jack. Und gibt es auch den Jack nicht mehr, hol’n wir neue Drogen her.

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© Alchemy

Daneben ist der Plot zwar völlig absurd, aber nur ein π-tel so lustig, wie er sein könnte. Vielleicht auch zwei Achtel. Stattdessen regiert im Laufe der Laufzeit vermehrt die Waffengewalt. Viele Menschen lassen ihr Leben für die Unterhaltung des Publikums. Aber auch das ist trotz mal mehr, mal weniger passender Hintergrundmusik nur einen Bruchteil so amüsant anzusehen, wie es schon unzählige Male in anderen Filmen vorgemacht wurde.
Gewollter Trash hat einfach das Problem, dass Trash erst dadurch Trash wird, dass er eben nicht als Trash gewollt war. Eine Falle, in die z.B. Robert Rodriguez spätestens mit Machete Kills getappt ist. Davon abgesehen ist Moonwalkers trotz aller Unkenrufe, die Gegenteiliges von sich geben, zu bodenständig für ordentlichen Trash. Drogenkonsum, Vietnam-Flashbacks und zerberstende Köpfe machen allein noch keinen ordentlichen (Trash-)Film aus.


ist die Idee lobenswert, aber die Umsetzung zu nervig in seinen Drogenexzessen und zu unlustig trotz seines komödiantischen Potentials. Wer dem Ganzen dennoch eine Chance geben möchte, der sollte davor den Dealer seines Vertrauens anrufen, um sein Gehirn in die richtige Stimmung zu bringen. Aber denkt immer daran Kinder: vor jedem Trip das Fenster fest verschließen!

Ketamin-Schub

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