Scouts vs. Zombies

Eine Filmkritik von FilmkritikenOD zur Zombiekomödie Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse.

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© Paramount Pictures

Während von den 20ern bis in die späten 60er hinein Zombies vor allen Dingen durch Voodoo-Zauber entstanden, wandelte sich diese Formel 1968 mit George A. Romeros Night of the Living Dead. Fortan sind es zumeist die Menschen selbst, die durch ihr (Fehl-)Verhalten Zombies erschaffen und sich mit den menschenfressenden Untoten auseinandersetzen müssen. Ebenfalls rückt eine wiederkehrende sozialkritische Komponente in den Fokus. Zombies stehen z.B. Pate für die Konsumgier der Menschen, die sich in Kaufhäusern wie Gehirntote fortbewegen und sich die Finger nach nutzlosen Gegenständen lecken.
In den 80er Jahren kommt es dann zu einer Welle von Zombiekomödien, die 1992 mit Braindead von Peter Jackson ihren vorläufigen und blutigen Höhepunkt findet. 2002 wird mit Danny Boyles 28 Days Later eine neue Zombiewelle mit rennenden Infizierten losgetreten. Der Zombie ist einfach nicht totzukriegen. 2004 gibt es mit Shaun of the Dead ein weiteres Comedy-Highlight mit Zombies in den Nebenrollen. Bis heute reißt die Begeisterung Zombie nicht ab und in unzähligen weiteren Filmen, Videospielen, Büchern und sogar Fernsehserien werden sie zum Thema gemacht. Da darf man sich 2015 durchaus fragen, ob das Thema wie die Gehirne der Menschen nicht langsam ausgelutscht ist, oder ob es eine Zombiekomödie wie Scouts vs. Zombies tatsächlich schaffen kann, dem Genre neue Seiten abzugewinnen.

Darum geht es

Drei Freunde sind in einer Pfadfindergruppe, die genau aus ihnen und dem toupettragenden Truppenführer besteht. Zwei der drei haben es langsam satt, sich mit Pilzesammeln im Wald zu begnügen und wollen endlich die Pizza Funghi einer leibhaftigen Italienerin verköstigen. Dazu fassen sie den Entschluss, die Pfadfinder nach einem letzten gemeinsamen Wochenende zu verlassen.
Zur gleichen Zeit ereignet sich ein folgenschwerer Unfall in einer geheimen Anlage, die sich in dem Pfadfinderwäldchen befindet. Ein Zombie erwacht und infiziert schnell weitere Menschen. Bald treffen die übelriechenden Unholde auf die ersten Zombies und ein folgenschwerer Krieg zwischen beiden Seiten beginnt.

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© Paramount Pictures

Nein – Scouts vs. Zombies kann keine neuen Ideen ins Feld werfen und arbeitet vorrangig mit altbewährten Zombieklischees und Gags aus Teenie-Komödien. Mit dem Drehbuchquirl vermischt er die Zutaten zu einem besonders am Anfang und am Ende unterhaltsamen Stück Zomödie. [Ein Begriff, der sich nie durchsetzten wird.] Mittendrin geht ihm dank fehlender Neuerungen leider die Luft aus. Die findet der Film zwar zum großen Finale wieder, aber bis dahin könnte der ein oder andere bereits das Interesse verloren haben.
Als Zielgruppe sehe ich Jugendliche mit einem Faible für leicht splatterige Unterhaltungsstreifen. Ältere Semester dürften zwar stellenweise auf ihre Kosten kommen, aber mehr als durchschnittliche Kost ist es leider nicht geworden. Wobei das bei dem großen Eingeweidehaufen der Horror- und Teenie-Komödien gar nicht so schlecht ist.

Alternativen: Re-Animator und Ginger Snaps

Erhebe dich aus deinem Grabe

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