The Nice Guys

Eine Filmkritik von FilmkritikenOD zur Buddykomödie The Nice Guys von Shane Black mit Ryan Gosling und Russel Crowe.

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Filmzitate

Lethal Weapon (Drehbuch von Shane Black, © Warner Bros)

„Gehst Du manchmal zum Fischen?“ – „Nein, zuletzt war ich als Kind fischen, mit Schnorchel und Harpune.“ – „Mit Harpune?“ – „Außer ’ner Erkältung hab‘ ich nichts erwischt.“

„Hier nimm meine Kanone, aber nicht zum Spielen, abdrücken sollst du! Na los mein Freund, worauf wartest du, tu’s doch, wenn Du plötzlich Angst hast!“ – „Du solltest mich nicht herausfordern.“ – „Steck‘ sie dir in den Mund, womöglich saust sonst die Kugel durch dein Ohr, ohne dich zu treffen!“

Last Boy Scout (Drehbuch von Shane Black, © Warner Bros)

„Gefahr ist mein zweiter Vorname“ – „Meiner ist Cornelius. Wenn du’s jemandem verrätst, leg‘ ich dich um.“

„Das ich nicht witzig, alle Mädchen in der Schule tragen Makeup.“ – „Aber ich bin sicher, dass die anderen Mädchen es nicht mit der Spritzpistole auftragen.“

„Ich hab‘ gestern deine Frau getroffen“ – „Woher weisst du, dass es meine Frau war?“ – „Weil sie gesagt hat, ihr Mann sieht aus wie ein verwichster Zuhälter mit Hut“

„Sie kriegt ’ne 3 auf meiner Fingerscala, d.h. ich würde mir 3 Finger abschneiden, wenn ich sie bumsen dürfte.“

Last Action Hero (Drehbuch von Shane Black, © Columbia TriStar)

„Noch Fragen?“ – „Ja! Genaugenommen zwei. Warum verschwende ich meine Zeit mit einem faselnden Weichbrötchen wie Ihnen? Wo ich doch etwas viel Gefährlicheres machen könnte. Zum Beispiel meine Socken ordnen. Zweitens: Erklären sie mal, wie sie mit ihren Fingern schnippen wollen, nachdem ich Ihnen Ihre Daumen abgerissen habe!“

„Ich meine, wo sind denn die normalen durchschnittlichen Graumaus-Mädchen? Die gibt’s hier nicht, weil das ein Film ist!“ – „Nein, wir sind in Kalifornien.“

„Ich hab auf’n Sitz gekotzt! Ich dachte, ich würde sterben.“ – „So ein Jammer! Aber ich muss dich enttäuschen. Du wirst weiterleben und all die köstlichen Früchte des Lebens genießen: Pickel, Rasieren, vorzeitige Ejakulation und deine erste Scheidung.“

Kiss Kiss Bang Bang (Drehbuch von Shane Black, © Warner Bros)

„Und, was machst du so?“ – „Ich bin Rentner, ich hab‘ den Würfel erfunden, als ich klein war.“

„Sie hat öfters gevögelt, als warme Mahlzeiten zu sich genommen!“ – „Ja, davon habe ich gehört: es stand unentschieden und dann hat sie ein Essen ausgelassen!“

(Nach Russisch Roulette) „Du hast die Waffe mit scharfer Munition geladen? Warum hast du die Waffe mit scharfer Munition geladen?!“ – „Aber die Chance, dass er stirbt, war doch gerade mal acht Prozent?“ – „Acht Prozent? Wer zum Teufel hat dir Mathe beigebracht?!“

„Ist sie tot?“ – „Nein sie wartet darauf, dass du sie wach küsst… NATÜRLICH ist sie tot, ihr Hals ist gebrochen.“

„Schlag mal Idiot im Wörterbuch nach, weißt du was du da findest?“ – „Ein Bild von mir?“ – „Nein, da steht das was du bist, die Definition eines Idioten.“

Und auch den besten Spruch aus Iron Man 3 möchte ich euch nicht vorenthalten (Drehbuch von Shane Black, © Concorde Filmverleih)

„Wer ist denn alles zu Hause?“ –
„Ähm, meine Mom ist schon arbeiten im Diner und Dad wollte an der Tanke Rubbellose holen. Er hat wohl gewonnen, ist nämlich schon 6 Jahre her.“

Über Shane Black, Drehbuchautor & Regisseur

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© Concorde Filmverleih

Ganz ehrlich, wenn ich Shane Black wäre, würden in meinem Bewerbungsschreiben genau zwei Sätze drinstehen:
Ich bin der Drehbuchschreiber von Last Boy Scout und Lethal Weapon. Und ich hab‘ ihre Frau gefickt.
Der zweite Satz ist scheißegal, denn nach dem ersten liest kein Personaler weiter. Der Job ist vergeben. Ende der Geschichte.
Er hat die Buddykomödie auf ein neues Level gehievt, mit Last Action Hero die heutige Welle an Meta-Filmen vorweggenommen und 12 Jahre später mit Kiss Kiss Bang Bang (2005) bewiesen, dass er sein Mojo nicht verloren hat – und auch als Regisseur eine gute Figur macht.
Über Iron Man 3 kann man sich streiten, aber zum einen ist das ein Marvel-Film und da wird einem viel reingeredet, zum anderen ist er auf alle Fälle besser als der zweite Iron Man und lässt eine Stärke von Shane Black aufleben: zwei Typen, die Spaß miteinander haben. Das klang jetzt zu sehr nach Brokeback Mountain. Zwei Kumpels, die durch flotte Sprüche einen unterhaltsamen Umgang miteinander pflegen.
Und dass Shane Black dafür ein Händchen hat(te?), versucht er bei The Nice Guys erneut unter Beweis zu stellen.

Darum geht es

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© Concorde Filmverleih

Russel Crowe und Ryan Gosling spielen so etwas wie Privatdetektive, die durch Zufall aneinandergeraten und in der Folge dieselbe Frau suchen. Doch was hat eine tote Pornodarstellerin mit dem Fall zu tun? Doch was hat der Junge, der für Geld seinen monströsen Schniedel präsentieren will, mit dem Fall zu tun? Doch was hat die zwielichtige Kim Basinger mit dem Fall zu tun?
Auf all diese Fragen liefert The Nice Guys Antworten und zudem erleben die beiden Schussel so einigen Schlamassel, aus dem sie einzig und allein dank Ryan Goslings Tochter wieder herauskommen. Aber tun sie das auch lebendig?

Letztens hat mir eine Leserin geschrieben, dass die Kritiken zu lang seien. Sonst beschweren sich die Frauen bei mir nur, dass etwas zu kurz ist. Dementsprechend war ich überrascht. Aber trotz des auschweifenden Aufbaus der heutigen Filmkritik, versuche ich mich ab sofort kurzzufassen. Oder schreibt man das kurz zu fassen? Egal.
Also in aller Kürze das heutige Fazit:


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© Concorde Filmverleih

ist The Nice Guys – so lang wie nötig und so kurz wie möglich ausgedrückt – nicht mehr das, was man von Shane Black gewohnt war. Mehr als drei Viertel der Sprüche sind leider Rohrkrepierer. Besonders dann, wenn Ryan Goslings Charakter unlustigen Kauderwelsch von sich gibt, wirkt das wie eine schlechte Parodie des Genres Buddykomödie. Amüsante Einfälle und Szenen gibt es zwar, aber diese wirken wie eine Hommage an die Ideen vergangener Filme. Ein wenig vergleichbar mit Tarantino und Death Proof.
Dazu bekommt man mit der übereifrigen Naseweis-Tochter einen Deus ex Machina der nervigen Sorte serviert (zur Erklärung des Begriffs Deus ex Machina siehe unsere Filmkritik zu Die Unfassbaren 2). Man muss dazu sagen, dass ich sehr hohe Erwartungen hatte und deswegen besonders enttäuscht wurde. Im Vergleich mit Stirb Langsam 5 und ähnlichen Actionkomödien-Neuauflagen der jüngsten Zeit ist der Film aber mehr als genießbar. Besonders wenn man die älteren Streifen aus der Feder Shane Blacks nicht kennt, kann man getrost einen Blick auf die DVD werfen. Aber danach unbedingt die anderen erwähnten Klassiker nachholen.

Ach, damals…

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