Der Kritikenkritiker – Folge 1

Der KritikenKritiker nimmt andere Kritiker unter die Lupe – heute mit Folge 1: Filmstarts über Jack & Jill

Nachdem ich mich selbst nicht getraue, diesen wagemutigen Schritt für diese Seite durchzuziehen – obwohl ja jeder weiß, dass ein fallender Baum ohne Zuhörer stehen bleibt – habe ich mir hierfür ein Alter Ego erschaffen, den ich gleich in einem fiktiven Interview vorstelle, um auch den letzten Zweifler von seiner Existenz zu überzeugen:

Ein Interview zur Einstimmung

Benni von FilmkritikenOD: Bevor ich dir auf dieser Seite einen Platz geben kann, möchte ich zunächst wissen, was dich dazu befähigt, professionelle Kritiken zu rezensieren? Bist du selbst ausgebildeter Kritikenschreiber, oder warum? Nur weil man viele Kritiken gelesen hat, heißt das ja nicht, dass man sich so etwas herausnehmen kann!
Der KritikenKritiker: Was befähigt dich denn dazu, Filmkritiken zu schreiben, außer, dass du viele Filme gesehen hast?
Benni von FilmkritikenOD: Ähm… Danke für das Interview.

Und jetzt viel Spaß mit der ersten Folge des KritikenKritikers

Der KritikenKritiker stellt sich und seine Mission vor

Moin Leute,
 
endlich weht hier mal frischer Wind durch diese verstaubte Seite, wa? Ich bin’s euer KritikenKritiker und ich nehme für euch (Film-)Kritiken unter die Lupe. Zur Einstimmung fangen wir mit einer älteren Kritik an, die es mir besonders angetan hat – und das gleich aus mehreren Gründen (außerdem kommt Jack & Jill diesen Freitag im TV). Beim nächsten Mal wage ich mich dann an eine aktuellere Rezension, keine Sorge.
Mir geht es nicht darum, jemanden bloßzustellen, sondern ich möchte die Vielfalt von (Film-)Kritiken herausstellen und auf eventuelle Besonderheiten oder Fehler aufmerksam machen. Alles unter dem Motto, dass eine (Film-)Kritik stets unabhängig und ehrlich dem Leser als Hilfe dienen soll. Ich beschränke mich auf deutschsprachige Kritiken von Leuten, die damit ihr Geld verdienen. Denn die sollten ihr Handwerk beherrschen, oder was meint ihr?
Solltet ihr anderer Meinung sein, dann werdet gerne in den Kommentaren zum KritikenKritikerKritiker. Nur eines nicht vergessen: alle mit Respekt behandeln – außer jene, die es nicht mehr verdienen. Und damit meine ich besonders euch Youtube-Nasen, die beeinflussbaren Teenagern eure Scheiße verkauft, um eure Knebelverträge zu erfüllen; oder euch Fernsehwahrsager, die jedes Mal aufs Neue mit dem Adjektiv seriös für das größte Paradoxon des Jahres sorgen; oder ihr Mächtigen der Welt, die sich einen Dreck für die Sorgen eurer sogenannten Wähler interessieren und sich stattdessen… aber ich schweife ab.
 
Genug der langen Vorrede, packt euch euer Schnüffelstück und los geht die wilde Sause.

Es geht los: die erste Folge des KritikenKritikers

Heutiger Rezensionsgegenstand: Björn Becher von Filmstarts über den Film Jack & Jill

Hier der Link zur Filmstarts-Kritik über Jack & Jill[1]

Über den ersten Absatz: die Einleitung

Zunächst fällt direkt auf, dass Herr Becher einem Film, der bei der IMDb mit 3,4 von 10 möglichen Punkten bewertet wird[2], satte 4 von 5 Sterne gibt. Aber darum soll es nicht direkt gehen, da wir an anderer Stelle bereits klar gemacht haben, dass Filmkritiken subjektiv zu sein haben[3]. Eine gute Kritik zu schreiben für einen Film, der von den meisten als schlecht bis sehr schlecht empfunden wird, ist ganz und gar nicht zu beanstanden. Auch nicht, dass er diese Diskrepanz als Einstieg für seine Kritik nimmt. Das zeigt, dass er sich seiner außergewöhnlichen Meinung bewusst ist und auf anderslautende Meinungen eingeht.
Sein (Trug-)Schluss, dass hier die Meinung von Kinogängern und Kritikern auseinanderdrifte, führt er jedoch auf eine nicht verlinkte Quelle zurück, wie es bei Behauptungen dieser Art nicht passieren sollte. Ebenfalls fällt in der zeitlichen Nachbetrachtung auf, dass nicht die Meinungen zwischen Zuschauern und Kritiken voneinander abweichen, sondern die Meinungen der meisten Zuschauer und Björn Becher, stellvertretend für Filmstarts[4]. Bereits kurz nach Veröffentlichung der Kritik gab es einen riesigen Shitstorm, der auf die Facebook-Seite von Filmstarts einprasselte[5], ob dieser hochgegriffenen Meinung über Jack & Jill.
Diese Reaktion ist ebenso wenig gutzuheißen, wie das Kritiker-Bashing mit dem Becher darauffolgend losgeht:

„Für Kritiker, die sich starr an eine sterile Idee von Qualitätskino klammern, kann und darf so ein Humor nicht lustig sein. Ist er aber!“

Anstatt seine eigene Meinung darzustellen und zu begründen, wie es das vorrangige Ziel einer Filmkritik sein sollte, stellt er diejenigen an den Pranger, die den Film schlecht bewertet haben. Kritiker könnten mit dem Film nichts anfangen, weil sie sich längst von der Idee eines unterhaltenden Filmes gelöst haben und stattdessen jeden Film, sei es Der Pate oder Die nackte Kanone nach dem gleichen Muster bewerten würden. Mal abgesehen davon, dass Herr Becher selbst ein „Kritiker“ ist, der von Filmstarts für seine Tätigkeit ent- und somit auch belohnt wird, verkennt er nach wie vor, dass man Jack & Jill auch einfach so nicht gut finden kann. Wie mittlerweile 47.159 von 62.104 Bewertungen mit 0-5 Punkten auf IMDb zeigen (Stand: 14.01.2017).[6]
Eine kindische Rechtfertigung hat in einer Filmrezension ebensowenig etwas zu suchen, wie der Angriff auf andere Rezensenten. (Außer natürlich beim KritikenKritiker, da geht es genau darum). Mit dem Satz, dass einem die Spitzfindigkeiten auffallen würden „wenn man nur ein klein wenig genauer hinschaut“ haut er aber wieder in dieselbe Kerbe und rät somit seinen Kollegen und dem Leser, die Glubschaugen zu öffnen, bzw. aus ihrer Verbohrtheit auszubrechen, sonst könne das ja nichts werden.
Wenn man gerne Kritiken liest, die reaktionäre Meinungen provozieren, dann ist man hier richtig, aber dem hilfesuchenden Leser bringt der erste Absatz von Herrn Becher leider sehr wenig, da der Leser sich auf der unzulänglich wiedergegebenen Seite der Kinozuschauer sieht.

Über den zweiten Absatz: die Handlungsbeschreibung

Im zweiten Absatz folgt die Handlung des Filmes, die ohne Seitenhiebe auskommt und einfach nur die Handlung wiedergibt und sie sogar so erzählt, dass man als interessierter Leser einen Konflikt erkennt und sich die Chance ergibt, wissen zu wollen, wie es weitergeht. Darüberhinaus handelt es sich zwar um einen Film, bei dem die Geschichte eher zweitranging ist, aber dennoch wird darauf verzichtet, zu viel Inhalt zu verraten. Alles in allem sehr schön zusammengefasst. So können Inhaltsbeschreibungen gerne aussehen.

Über den dritten Absatz: Technik

Im dritten Absatz wird gelobt. Herr Becher geht hier auf technische Aspekte ein, wie etwa, dass die Szenen mit Sandler in einer Doppelrolle gut umgesetzt seien. Ob das bei einem Film wie Jack & Jill von Interesse ist, sei stark angezweifelt. Es handelt es sich um eine Blödelkomödie, bei der es den Zuschauern wenig darum geht, dass die technische Umsetzung gelungen ist. Hier wäre eine Anpassung der üblichen Filmstarts-Formel nicht verkehrt gewesen.
Wenn die technische Umsetzung sogar der heraushebenswerteste Punkt von Jack & Jill ist, dann fragt man sich zwangsläufig, ob der Humor, die Charakterdarstellung, die Pointen und das Timing überhaupt etwas taugen. Aber schauen wir weiter zu den nächsten Absätzen, bevor wir vorschnell urteilen. Für denjenigen Leser, der einfach nur wissen möchte, ob er mit Jack & Jill einen amüsanten Abend verbringen kann, stellt auch dieser Absatz eher ein Hindernis als eine Hilfestellung dar.

Über den fünften Absatz: Ein Gag wird vorgestellt

Danach geht der Autor näher auf die Rolle Al Pacinos ein und wirft mit Superlativen um sich, die ich so nicht unterschreiben kann, da er auf mich eher lustlos wirkte, aber das stellt wiedermal eine subjektive Einschätzung dar und was soll man dagegen schon groß sagen.
Danach macht er etwas, das man bei Filmstarts leider häufiger zu lesen bekommt: eine ganze Szene wird vorweggenommen, um einen Punkt zu unterstreichen. Dass der Zuschauer den vermeintlichen Höhepunkt gerne selbst wahrnehmen möchte, interessiert den Rezensenten an dieser Stelle nicht. Was hingegen interessiert ist, dass das beste Beispiel aus einem wahrlich lahmen Gag besteht, der so wirklich niemanden vom Hocker hauen dürfte. Und selbst ich, der Jack & Jill für wenig beachtenswert befindet, hätte zwar wenige, aber bessere Beispiele für einen funktionierenden Gag gefunden.
Allerdings hilft dieser Absatz dem Leser zum ersten Mal so wirklich. „Minutenlang[e] […] Privatgespräche“, da kann er sich schnell ein Bild machen, ob er davon wirklich mehr sehen will. Allein das Wort „minutenlang“ suggeriert, dass ein Gag bis ins Unerträgliche ausgereizt würde, was insofern eher abschreckend wirkt. Ob Herr Becher das bezwecken wollte, sei dahingestellt, aber hier hilft er dem Leser, indem er ein letztlich abschreckendes Beispiel wählt. Das beißt sich zwar mit seiner Ausgangsmeinung, aber man kann halt auch nichts aus dem Hut zaubern, wenn zuvor kein Kaninchen versteckt wurde.

Über den sechsten Absatz: ein Running Gag wird vorgestellt

Auch der nächste Absatz wirkt wie eine Karikatur seiner selbst, wenn vom „einem der besten Running Gags“ gesprochen wird und gleichzeitig erklärt wird, wie jemand „Just Kidding!“ sagt. Also vergleichbar mit dem „Not“ am Satzende aus dem Film Borat. Man könnte fast meinen, dass Herr Becher den Film doch nicht gut fand, so vehement er diesen billigen Spruch, den ich nicht einmal als Witz klassifizieren würde, verteidigt. Bei Borat würde schließlich niemand auf die Idee kommen dieses „Not“ besonders hervorzuheben.
Dem Leser ist jedenfalls geholfen, weil er abermal sieht, aus was die vermeintlich besten Szenen des Stückes bestehen. Und sollte ihm das den Mund wässrig machen, ist das ebenso gut, denn so erkennt er, dass Jack & Jill für ihn geeignet ist. (Unwahrscheinlich, d. Red.)

Über den siebten Absatz: mehr Nacherzählung

Der nächste Absatz verrät mehr und mehr vom gesamten Film und kehrt die Schattenseiten mit einer Handbewegung unter den Tisch – aber sie wurden genannt, was löblich ist. Ein Kritiker hat alles für den Filmgenuss relevante Positive und Negative zu nennen, das ihm aufgefallen ist. Allerdings übertreibt es Herr Becher an dieser Stelle wirklich mit seiner Schulhofnacherzählungs-Mentalität, denn für den Leser, bzw. späteren Zuschauer ist es nicht wichtig, welche Schauspieler einen Cameo-Auftritt haben und die Nennung könnte der Szene sogar den Reiz nehmen. Zudem kennt der Leser bereits die Witze-Speerspitze und kann sich ein Bild machen, ob der Film etwas für ihn ist. Jede weitere Nacherzählung birgt die Gefahr, den Überraschungseffekt vom Filmgenuss zu nehmen. Weniger ist mehr.

Über den achten Absatz: die Thematik des Filmes

Im nachfolgenden Absatz geht man auf die Thematik des Filmes ein, was allerdings erneut zu sehr in einer Nacherzählung ausartet. Der ganze Absatz hätte in einem Satz abgehandelt werden können, wenn einfach nur gelobt würde, dass die Geschwisterbande trotz aller Beleidigungen liebevoll hochgehalten wird. Punkt.

Über den neunten Absatz: das Fazit

Und dann kommt auch schon das Fazit, und damit das Einzige, was viele Ungeduldige neben der Bewertung lesen werden. Ob irgendjemand wirklich fast unter seinem Stuhl lag, möchte ich anzweifeln, aber gegen eine bildliche Sprache ist dosiert nichts einzuwenden. Man fragt sich an dieser Stelle jedoch, wer denn die anderen Redakteure waren, die nicht für Filmstarts tätig sind, wenn man sich so im Presserund zu Jack & Jill umschaut[7]. Doch auch hier hat Filmstarts eine Antwort, bei der die Kollegen gar nicht gut wegkommen, denn an andere Stelle wird behauptet, dass es schwarze Schafe gebe, die eine vernichtende Kritik schreiben würden, obwohl sie den Film gut fanden.[8]
Dann wird ein letztes Mal gegen andere Kritiker geschossen und eine Prognose abgegeben, die selbst zu diesem Zeitpunkt keine mehr war, weil es sich bereits abzeichnete, dass nicht viele etwas mit dem Film anfangen konnten.
Zum Abschluss dann der beste Satz der ganzen Kritik, denn es gibt mittlerweile keine bessere Kritik zu einem Film, als „Adam-Sandler-Komödie“. Hier wissen die meisten, was sie mit der Aussage anfangen sollen und haben eine ungefähre Vorstellung, was sie erwartet. Wer mit anderen Adam-Sandler-Filmen etwas anfangen konnte, der wird ihm eine Chance geben. Der Rest bleibt lieber fern. Oder halten sich komplett an Filmstarts, die ihn so überschwänglich gelobt haben, gehen trotzdem rein und wollen ihr Geld von Björn Becher zurück. Ich könnte es verstehen.

Abschließende Meinung des KritikenKritikers

Unterm Strich haben wir also zwei erklärte Witze und einen Abschlusssatz, die dem hilfesuchenden Leser etwas bringen. Daneben viel zu viel an unnötiger Nacherzählung und mehrmals auftauchende Rechtfertigung, wieso die eigene Meinung um so viel vorurteilsloser ist, als die der ahnungslosen anderen Kritiker. Oder anders gesagt:
Für eine solche Komödie wurde zu viel Wind gemacht und zu viel an Arbeitszeit für eine Kritik verschwendet, die auch genauso gut halb so lang hätte sein können und damit sogar mehr ausgesagt hätte.

Was ebenfalls anhand einer solchen Kritik deutlich wird: sie bleibt im Gedächtnis, wird geklickt und auch Jahre später setzt man sich noch mit ihr auseinander. Ziel für Filmstarts erreicht. Als hilfesuchender Leser sieht das leider anders aus.

…nach oben…


Fußnoten (Links zuletzt abgerufen und getestet am 14.01.2017)
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10 Gedanken zu “Der Kritikenkritiker – Folge 1

    • Noch nicht 😉

      Morgen Abend kommt Jack & Jill im TV, kannst dich also weiterbilden (auch wenn dir das für das Rätsel leider nichts bringen wird). Die Frage ist ja, ob du der Analyse auch zustimmen kannst, denn es gibt offensichtlich Unterschiede darin, was man an Kritiken mag. Miss Booleana z.B. hat keine Probleme damit, viel vom Film verraten zu bekommen, wenn sie dafür erfährt, was sie genau erwartet. Bei Morgen Luft habe ich das Gefühl, dass sie gerne auf tiefergehende Analysen steht. Ich persönlich möchte Lust auf einen Film bekommen, der es wert ist, und wissen, was auf mich zukommt, aber dort im Grunde nur Genre, Stimmung und Teile der Thematik. Die Kritiken, die ich schreibe, gehen das Ganze gelegentlich unterhaltsamer und experimenteller an, verlieren aber dadurch für viele den direkten Zugang und die eindeutige Hilfe.
      Von deinen Kritiken kam in letzter Zeit wenig auf den Markt, um genau sagen zu können, auf was du Wert legst. Daher meine Frage an dich.

      Vielleicht sollte ich auch mal einen Profi fragen, was sie eigentlich lernen, wenn sie das Schreiben von Filmkritiken beigebracht bekommen. Finde das Thema wahnsinnig interessant, aber leider fehlt mir momentan die Zeit, um da genauer einzusteigen. Trotzdem oder gerade deswegen freue ich mich auf jeden Kommentar zu diesem Thema. Ich mein, es gibt sooo viele Kritikenschreiber und fast genau so viele Arten und Varianten. Fast eine kleine Kunst für sich. Was schreibe ich, was schreibe ich absichtlich nicht, baue ich das Ganze als Erörterung auf, eher als Interpretation, stelle ich mein Empfinden in den Fokus, schaffe ich mir ein neutrales Über-Ich für die Rezension, usw.

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      • Im Jack & Jill Beispiel (den ich im TV leider verpasst habe) ging es mir zum Beispiel so, dass ich die Kritik nicht so hildreich empfand. Wie du ja selbst auch geschrieben hast, wirkt es irgendwie unpassend (oder zumindest zweitrangig) in einer Komödie von technischen Spielereien zu sprechen. Wenn das die Stärke des Films sein soll, dann macht mich das schon nachdenklich. Auf der anderen Seite will ich aber auch keine Nacherzählung der besten Witze, um mir ein Bild des Humors machen zu können. Kurze Schllagwörter wie „Pipi-Kacka“ Witze reichen mir da vollkommen. Und ja, ich finde solche Sachen in der Regel lustig. 😉

        Bei meinen eigenen Kritiken merke ich immer wieder, wie schwer es ist zu erklären, warum mir ein Film gefallen hat oder eben nicht, ohne dabei zu detailiert auf die Handlung einzugehen. Das kann ich nämlich in anderen Kritiken auch nicht leiden. Wobei meiner Meinung nach nicht jedes inhaltliche Element gleich ein Spoiler ist. Aber das ist ein anderes Thema.

        Bei meiner Kritik zu „Plötzlich Papa“ war es zum Beispiel sehr schwer zu schreiben, wie sehr mich Omar Sys „Erziehungsmethoden“ genervt und geärgert haben, ohne dabei zu verraten was im Film alles passiert. Deswegen wurde der Aspekt in meiner Kritik nur angerissen.

        Filmanalysen und -interpretationen finde ich übrigens auch mega interessant. Allerdings erst dann, wenn ich den Film gesehen habe. Eine Analyse sollte etwas deutlich anderes sein als eine Kritik.

        „Die Kritiken, die ich schreibe, gehen das Ganze gelegentlich unterhaltsamer und experimenteller an, verlieren aber dadurch für viele den direkten Zugang und die eindeutige Hilfe.“
        Das habe ich auch schon gemerkt.

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        • „Leider“… jetzt müsste ich dir nur noch glauben, dass du überhaupt vorhattest, ihn anzusehen 😉
          Nichts gegen gut gemachte Pipi-Kacka-Witze, aber die habe ich bei Jac & Jill vergeblich gesucht. Aber in dem Fall kannste ihm evtl doch eine Chance geben.

          Bei der Spoiler-Geschichte (die man in der Tat differenziert betrachten muss) ist dann immer die Frage, ob man einen Spoiler-Abschnitt ienbaut, der auch so überschrieben ist. Andererseits hilft das denen dann nicht weiter, die den Film noch nicht gesehen haben und das nicht wissen wollen. Also jene, für die eine Kritik eigentlich geschrieben ist (auch wenn ich fast denke, dass mittlerweile viele erst im Nachhinein Kriitken durchlesen)

          Im Vorhinein bringt eine Analyse wenig, das stimmt. Und auch bei dem deutlichen Unterschied gebe ich dir meine volle Zustimmung.

          Tja, und trotzdem werde ich das vermutlich nicht so schnell ändern, da es an „normalen“ Kritiken bereits einen sehr großen Haufen gibt, in den man sich stürzen kann. Auch wenn ich spätestens nach dem Rätsel sehr sicher bin, dass die wenigsten noch Lust haben, sich mit etwas eingehend zu beschäftigen, um die verborgenen Elemente im Inneren zu erkunden. Aber wer weiß, das Jahr ist noch jung, vielleicht gibt es auf FIlmkritikenOD bald Werbung für Katzenvideos.

          Wobei ich mehr gespannt darauf bin, warum und wie sich andere Seiten (u.a. deine) weiterentwickeln.

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          • Naja, wie du ja selbst schon festgestellt hast, hat sich meine Seite mehr oder weniger gewollt in den letzten Monaten vom Thema „Filmkritiken“ weg entwickelt. Mir macht es viel mehr Spaß an Artikeln zu arbeiten, die über eine bloße Empfehlung oder Abraten hinausgehen. Z.b
            Die Universal Monster. Oder allgemeine Themen wie der Sexismus/Feminismus Artikel oder so.
            Allerdings bringen diese deutlich weniger Seitenaufrufe, Likes und Kommentare. 😉

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            • Wenn es dich tröstet, dann kann ich dir meine Einschätzung mit auf den Weg geben, dass der ein oder andere like-er sich den Artikel eh nicht durchliest.
              Davon abgesehen bin ich der Meinung, dass man lieber das veröffentlichen sollte, was einem selbst gefällt, als sich an Zugriffszahlen o.ä. zu orientieren. Wenn man mit Spaß bei der Sache ist, dann werden das zumindest die wirklich Interessierten umso mehr zu schätzen wissen. Außerdem sollte man sich von den Dopamin-anregenden likes, etc. lösen, und sich die Befriedigung aus den eigenen Fähigkeiten ziehen.

              Klar bringen spezifische Artikel immer die Gefahr mit, dass sie von der bisherigen Leserschaft nicht beachtet werden, aber dafür finden sich welche, die genau danach gesucht haben und froh darum sind. Wie schon geschrieben gibt es bereits so viele Filmkritikenschreiber, dass ich mir lieber einen gut recherchierten Artikel durchlese. Wobei deine Reihe zu den Universal Monsters mich leider nicht interessiert, was aber nichts mit Schreibstil, Zeitaufwand, etc. zu tun hat, sondern mit der Thematik. Sexismus, Spoiler, etc, da sieht die Welt schon wieder anders aus und beim erstgenannten Thema habe ich deine Artikel sehr gerne gelesen und mir meine Gedanken dazu gemacht. (Und ich hege die leise Hoffnung, dass da ein weiterer Teil dazu kommt)

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  1. interessantes Format!

    hab den Film nicht gesehen – werde ihn vermutlich auch nicht sehen; Stichwort: Adam-Sandler-Komödie – aber bereits während des Trailers fragte ich mich, wie um alles in der Welt Al Pacino dafür überzeugt werden konnte. Hat der gute Herr etwa Sandler-bekannte Leichen im Keller? 😀

    Gefällt 2 Personen

    • Ich tippe mal ganz verwegen auf Geld.
      Oder vielleicht hatten sie am Set auch den Spaß ihres Lebens.

      In dem Interview hier erklärt Uwe Boll z.B. warum Hollywood-Stars in seinen Filmen mitspielen (den genauen Timecode habe ich leider nicht, da es schon länger her ist, dass ich mir das ganz angehört habe)
      Uwe Boll Interview auf Youtube
      Wenn ich mich richtig erinnere, hat Boll zu Zeiten gedreht, in denen sonst Pause in Hollywood ist, als einer der Gründe.

      Aber ich bleibe in diesem Fall bei meiner ersten Nennung: Das schnelle Geld.

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      • Danke für den Link, ich werf später mal nen Blick rein.

        Stimmt, wird das Geld gewesen sein. Aber eigentlich sollte er – selbst wenn er vollständig abgebrannt wäre – eigentlich bessere Angebote bekommen müssen 😀

        Gefällt 1 Person

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