Ist das noch Filmkritik?

Eine kritische Auseinandersetzung mit Filmkritiken

Und mit mir selbst

Inhaltsverzeichnis

  1. Filmkritik – meine Definition
  2. Die Daseinsberechtigung von FilmkritikenOD
  3. Uarfgnuj
  4. „Ich will Filmkritiken!“
  5. Regelmäßigkeit
  6. Fazit

1. Filmkritik – meine Definition

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© Krists Luhaers

Laut Wikipedia und den Unterseiten „Filmkritik“, „Rezension“ und „Kritik“ versteht man unter einer Filmkritik in etwa die veröffentlichte Form einer Beurteilung, die einen Film vorstellt und (anhand von Maßstäben) wertend behandelt.
Die Maßstäbe habe ich in Klammern gesetzt, da es in meinen Augen keine objektiv gültigen Kriterien gibt, anhand derer man die Qualität eines Filmes einordnen kann (vgl. Artikel: Gibt es objektive Filmkritiken?).
Ebenso fehlen Begriffe wie „journalistisch“ und „professionell“, da eine Kritik grundsätzlich jedem offen steht und keine vorgeschriebene Form existiert.

Heruntergebrochen auf einen Nenner lautet meine eigene Definition folglich:
Eine Filmkritik ist die Vorstellung eines Filmes, die über eine rein inhaltliche Nacherzählung hinausgeht.
Ob sie sich gesellschaftskritisch, zeitgenössisch, künstlerisch, ästhetisch, historisch, analytisch oder „nur“ unterhaltsam mit dem zugrunde liegenden Film auseinandersetzt, spielt an dieser Stelle zunächst keine Rolle (näheres dazu im Artikel zu möglichen Zielgruppen für Filmkritiken).

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2. Die Daseinsberechtigung von FilmkritikenOD

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© Alex Iby

Die Frage nach der Daseinsberechtigung dieser Seite ist mit der Definition bereits geklärt: wenn Filmkritiken so gut wie alles sein und von jedem geschrieben werden können, dann darf es auch kreativere Experimente geben, deren Sinn sich dem Leser auf den ersten Blick vielleicht nicht erschließen.
Wobei die richtige Antwort schlicht lautet: weil ich es mir wert bin.
Obwohl der Begriff „Vorstellung“ in der Definition beinhaltet, dass man seine Ergüsse auf ein Publikum schleudert und die Veröffentlichung im Internet selbiges nahelegt, schreibe ich meinen Blog in erster Linie für mich selbst. Und trotzdem möchte ich, dass die Seite gelesen wird. Ein Text existiert erst dann, sobald er Betrachtung erfährt. Nicht unähnlich zu einem Film.

Dieses Dilemma lässt sich auf zwei Weisen auflösen:
a) Ich schreibe so, dass es für den Leser verständlich ist und er in seiner Erwartungshaltung befriedigt wird.
Also genau das, was ich jeder seriösen Seite mit einem gewissen Anspruch an Klickzahlen raten würde. Etwas anderes würde nur gelten, wenn nicht Avatar der erfolgreichste Film aller Zeiten wäre sondern Mulholland Drive.

b) Ich schreibe so, wie es mir in den Kram passt, und hoffe darauf, dass sich mein Zielpublikum mit der Zeit finden wird.
Ein langwieriger Prozess, denn man dadurch verlängern kann, all seine bisherigen Follower zu entfernen. Zudem wird ohne Werbung und ein entsprechendes Ranking bei Google niemand auf die Seite aufmerksam. Doch seien wir mal ehrlich: in einer Welt, in der ich mich verhalte, wie es mir in den Kram passt, mache ich keine Eigenwerbung auf anderen Blogs, treibe mich zu Schleichwerbungszwecken in Foren herum und veröffentliche Auszüge meiner Kritiken auf Filmbewertungsportalen. Ich schreibe einfach nur.
Weil ich nett / im Herzen doch klickgeil bin, wenigstens mit passabler Rechtschreibung und Grammatik.

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3. Uarfgnuj

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© Charles Deluvio

Seit jetzt kennt ihr dieses Wort und gleich wisst ihr auch, was es bedeutet. Die „Rückwärts-Jungfrau“ zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen heute und dem letzten Mal Sex mehr Zeit verstrichen ist, als zwischen dem ersten und dem letzten Mal Sex.

Beispielsrechnung:
Du verlierst deine Jungfräulichkeit mit 15. Mit 21 verlierst du eine Mutprobe in einem Sägewerk und hast nie wieder Geschlechtsverkehr. Mit 27 gewinnst du den Status der Uarfgnuj – du bist eine Rückwärts-Jungfrau. Größte Zauberkraft: Unsichtbarkeit. Zumindest für das andere Geschlecht.
„Halt! Stopp! Der ganze Artikel nur, um diesen Begriff publik zu machen?“

FilmkritikenOD ist in diesem Status Ende 2017 angekommen, nachdem über acht Monate kein Artikel mehr erschien. Doch entgegen dem obigen Beispiel kann man seine Rückwärts-Jungfräulichkeit wieder umkehren, indem man die Tätigkeit erneut aufnimmt. Mit der Zeit nicht besser geworden, Hauptsache zurück im Geschäft.
Doch was erwartet euch nun auf FilmkritikenOD? „Und wofür steht das OD?“

Jedenfalls nicht für Kritiken zu den Singles von One Direction. Wobei auch die filmische Überschneidungen haben. Na, wer weiß es?
Wie schon geschrieben, geht es hier munter weiter wie zuvor. Nur ganz anders. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. In Zeiten von Podcasts und Vlogs liest eh niemand mehr…
Und wer kann es verdenken? Die Sprache ist viel zu mächtig, als dass sie Unbedarften in den Mund gelegt werden darf. Zu gefährlich ist das Missverständnis, die Fehlinterpretation und der Umgang mit Propaganda.
a) FilmkritikenOD mit nur noch 11 Followern
b) FilmkritikenOD gewinnt in einer Woche ganze 22% an Followern hinzu

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4. „Ich will Filmkritiken!“

Nein, du willst nur wissen, ob du mit deiner Meinung nicht alleine dastehst. Gruppenzusammengehörigkeit gibt bei Scrabble 52 Punkte ohne Boni. Und falls du zu der aussterbenden Rasse zählst, die sich wirklich inhaltlich mit Filmen auseinandersetzen will, dann bist du hier gar nicht so verkehrt, wie du auf den ersten Blick denkst. Ob dir Film x gefällt, kann ich dir nicht sagen. Ich könnte dir nur sagen, dass er mir gefällt und mir eine Begründung dafür ausdenken.
Lincoln war zu langsam erzählt, also gefiel er mir nicht gut. NEIN! Die Kausalkette entbehrt jeder Logik. Slow West ist selbst dem Namen nach langsam und trotzdem gefällt er dir. Und der ist sogar ein Western, die du sonst nicht magst. Jede Begründung dafür, dass mir ein Film nicht gefällt, stelle ich nur deswegen an, weil er mir nicht gefällt und ich eine im Grunde unnötige Erklärung dafür suche.
Habe ich schlecht geschlafen und gestern war Vollmond, dann ist der Mond schuld. War kein Vollmond, fällt mir ein, dass ich voll war. Und ab und zu kommt es sogar vor, dass Vollmond ist und ich gut schlafe. Wie kann das sein?

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© Robert Anasch

Insofern hast du nichts davon, wenn ich dir genau erzähle, warum ich der Meinung bin, dass mir ein Film nicht gefällt. Ich weiß es doch selbst nicht und suche nur Ausreden. Der Alkohol ruft unser wahres Inneres hervor. Und deswegen steht OD für „Ohne Drink“. Trocken, trockener Humor, und schließt sich Trockenperiode nicht gegenseitig aus?

Deswegen gibt es auf FilmkritikenOD Texte, die dich manchmal in die richtige Stimmung für den Film bringen. Texte, die dir manchmal einen Denkanstoß geben, worum es in dem Film unter der Oberfläche geht. Und Texte, die meistens „nur“ mich selbst unterhalten sollen. Wenn der Leser auch was davon hat, umso besser.

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5. Regelmäßigkeit

„Wenn schon nichts Fruchtbares herauskommt, stehst du dann wenigstens wieder häufiger parat?“

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6. Fazit

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Normaler Artikel oder doch der schlechteste Heiratsantrag aller Zeiten?

„Ein recht verschrobener Text, bei dem nicht deutlich wird, was der Verfasser ausdrücken wollte.“

Trotz der offenen Definition zu Beginn müssen wir an dieser Stelle festhalten, dass der dürstende Leser auf dieser Seite nur eine Fata Morgana vorfindet. Alles sieht auf den ersten Blick wie eine Filmkritik aus – schaut man näher hin, offenbart sich die Wahrheit.
Auf der Suche nach einer Filmkritik kann sich der Leser auf FilmkritikenOnDemand nie sicher sein, was ihm heute entgegen springt. Seine Erwartungshaltung wird in vielen Fällen verkehrt und in den meisten unterlaufen. Was beim Limbo das Ziel darstellt, gilt nicht gleichsam für das Lesen von Rezensionen. Hier steht die Information im Fokus und weniger die Unterhaltung.
Behält man all das im Hinterkopf, kann man durchaus seinen Spaß mit diesem Phantasieprodukt finden. Filmkritiken findet man leider nicht.

„Das war jetzt aber nicht das, was ich mir von dem Artikel erhofft hatte!“

q.e.d.

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6 Gedanken zu “Ist das noch Filmkritik?

  1. Ich rätsle. Und meine ausnahmsweise nicht das Filmrätsel. Ich rätsle was die Bilder bedeuten sollen, die du sicher nicht willkürlich platziert hast. Ich rätsle was das für Zitate sind. Und ich rätsle wohin das alles in Zukunft führen soll, 🙂

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