Meine Top10 aller Zeiten – bis jetzt

Die zehn besten Filme, die ich bis heute gesehen habe

Mein Platz 2 hat bei Filmstarts 3,5 von 5 Sterne bekommen, und damit weniger als mein Platz 1 der schlechtesten Filme aller Zeiten…
Direkt zu meinem besten Film aller Zeiten

Einleitung

Guten Filmen sollte man einen Raum geben. Heute gibt es keine Ausnahme von dieser Regel, denn ab und zu muss man daran erinnert werden, was wirklich gute Filme sind, um die mittelmäßigen besser einordnen zu können.
Heute stellen wir ein für alle Mal klar, welches die zehn besten Filme sind, die ich bisher gesehen habe.

In dieser Top10 befinden sich wirklich nur grandiose Meisterwerke, die so gut sind, dass man beinahe körperliche Orgasmen ertragen muss, um bis zum Abspann durchzuhalten.
Da es manchmal gar nicht nur am Film liegt, wie man ihn beim ersten Ansehen findet, habe ich äußere Umstände und Erwartungshaltungen zur besseren Einordnung hinzugefügt.

Als besonderes Bonbon könnt ihr euch den heutigen Artikel auch anhören. Allerdings ist das Setup testweise aufgebaut und lässt besseres Equipment vermissen. Wer zu faul zum Lesen ist, oder alleine in seinem Keller sitzt, freut sich vielleicht trotzdem über die Stimme eines anderen Menschen. Viel Spaß!

 

Entgegen meiner Liste mit den schlechtesten Filmen aller Zeiten hatte ich hier größere Probleme – sowohl mit der Auswahl von zehn Filmen als auch mit ihrer Reihenfolge. Eine wirkliche Überraschung ist wahrscheinlich nicht dabei, denn bis auf einen befinden sich alle Filme in der IMDb Top 250 Liste.

Platz 10: Sherlock: Der Reichenbachfall (OT: Sherlock: The Reichenbach Fall, 2012)

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© ARD Degeto/BBC/Hartwood Films 2012

Staffel 2, Episode 3.
Eine Filmliste, die mit einer Folge einer Miniserie beginnt. Kann man jetzt den Kopf schütteln, aber die Folge ist immerhin in Spielfilmlänge mit ihren 90 Minuten. Problematisch ist aber, dass sie nur schwer für sich alleine stehen kann und man die fünf Folgen davor gesehen haben sollte, um das Meisterhafte dieses Thrillers in Gänze genießen zu können.
Damit sich niemand beschwert, habe ich einen Platz weiter unten doppelt belegt. Es befinden sich also trotzdem zehn Filme in dieser Liste.
Und wenn man die Serie kennt, dann ist jede Rechtfertigung überflüssig. Denn die Umsetzung des legendären Reichenbach-Falles ist so gelungen, wie ich noch nie irgendeine Serienfolge bewertet habe. Spannung von Anfang bis zum bitteren Ende mit einem wahnsinnig machenden Cliffhanger. Daneben die serientypisch unterhaltsamen Charakterzüge aller Beteiligten und ein Plot, der den titelgebenden Detektiv in einem zwiespältigen Licht darstellen lässt, aus dem es sich herauszukämpfen gilt. Der vielleicht beste Antagonist aller Zeiten, Moriarty, verlangt der Hauptfigur und dem Zuschauer alles ab.

Persönliche Anekdote:
Von der vierten Staffel kann man halten, was man mag, aber die anderen drei sind ein wahrer Hochgenuss (besonders jeweils die Folgen 1 & 3), die man als Fan von Krimis und gut gezeichneten Charakteren gesehen haben sollte. Allein die erste Folge hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich die anderen beiden in einer Nacht durchgeschaut habe, in der ich alles andere als Zeit für solche Späße übrig hatte. Aber was interessiert einen das eigene Glück, wenn mit fiktiven Figuren mitfiebern kann?

Auf IMDb 9,7 / 10 und bei moviepilot 8,5 / 10.

Platz 9: Oldboy (2003)

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© 3L Filmverleih/Central

Der Film ist nicht nur der Wahnsinn, er zeigt ihn auch auf der Leinwand. Besser hat man eine Rachegeschichte nie umgesetzt gesehen. Regisseur Park Chan-wook gilt nicht umsonst als Meister der Schnitte und Übergänge. Doch auch alle anderen Disziplinen eines Filmes weiß er in Perfektion zu beherrschen. Und das alles verpackt in einer Geschichte, die dem neugierigen Zuschauer den Boden unter den Füßen wegzieht. Vor allen Dingen dann, wenn man sich eine entscheidende Frage stellt. Und die lautet trotz mehrerer Jahre Gefangenschaft nicht, warum die Hauptfigur eingesperrt wurde.

Persönliche Anekdote:
Und damit verlassen wir bereits das Gebiet der Filme, die nicht aus den USA stammen. Meinen Grundsatz, dass in jede Liste ein deutscher Film gehört, habe ich damit leider gebrochen. Man mag es mir verzeihen, wenn ich mit Lola rennt zumindest meinen Lieblingsfilm deutscher Lande nenne.
Zu Oldboy sei noch gesagt, dass der geistige Vorgänger Sympathy for Mr. Vengeance fast genauso gut ist, aber etwas gemächlicher erzählt wird.
Glaubt dem Hype um diesen Film, erwartet aber keinen US-Mainstream-Blockbuster. Und lasst die Finger vom Remake (obwohl es zumindest einen guten Ansatz hat).
Zusatzpunkte gibt es dafür, dass das völlig bescheuerte Ende aus der Graphic-Novel-Vorlage in eines der fiesesten Film-Finale verwandelt wurde.

Auf IMDb 8,3 / 10 (Platz 67 der besten Filme) und bei moviepilot 7,8 / 10.

Platz 8: Prestige – Die Meister der Magie (OT: The Prestige, 2006)

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© Warner Bros. Pictures Germany

Zwei Zauberkünstler, die sich in dieselbe Frau verlieben, klingt noch nicht wirklich spannend. Da ist es gut, dass es um noch so viel mehr geht. Sei es die Rivalität im Beruf, der Unterschied zwischen Magie und Wissenschaft im 20. Jahrhundert, die Kunst, sein Künstler-Dasein zu leben und natürlich eine verschachtelte Geschichte, die wie ein Zaubertrick aufgebaut ist und den Zuschauer immer wieder mit Überraschungen konfrontiert. Auch wenn man entgegen des Zauererkodex‘ zumindest ein paar Kniffe erklärt bekommt.
Für wen der beiden man auch mitfiebert (das dreht sich wahrscheinlich im Verlauf des Filmes), die Magie zieht einen in den Bann und lässt mindestens bis zum Ende nicht mehr los.

Persönliche Anekdote:
Hier könnten auch Memento und Inception von Christopher Nolan stehen, die Prestige im Prinzip in nichts nachstehen. In meinen Augen verbindet meine Nummer 8 nur die Ausgangsidee (Zaubertrick) mit der Filmumsetzung ein kleines Stückchen besser. Wären bei Inception die Möglichkeiten der Traumwelten fantasievoller umgesetzt worden (auch wenn es darum im Film nicht geht), dann stünde der wahrscheinlich hier.
Aber wir wollen Prestige nicht kleinreden. Ich habe ihn zwar nur vier Mal gesehen, aber nach dem Kinobesuch saßen drei Kumpels und ich noch mehrere Stunden in einem Burger-Laden und haben über den Film, das Ende und so manch anderes philosophiert, was mit den beiden Magiern zusammenhängt. Das werde ich, wie so viele Szenen aus diesem Kunstwerk, hoffentlich nie vergessen.

Auf IMDb 8,5 / 10 (Platz 48 der besten Filme) und bei moviepilot 7,8 / 10.

Platz 7: Die zwölf Geschworenen (OT: 12 Angry Men, 1957)

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© Twentieth Century Fox

Zwölf Männer sitzen in einem Raum und diskutieren darüber, ob der Angeklagte schuldig zu sprechen ist. Mehr braucht es nicht für einen der besten Filme aller Zeiten. Eine genau Auffassungsgabe der Macher und nachvollziehbare Charaktereigenschaften der Protagonisten helfen, aus dem einen Satz an Plot einen Film für die Ewigkeit zu machen. Als Fan von Kammerspielen, wie ich es bin, bietet sich der Film natürlich umso mehr an. Aber selbst jene, die auf Krach-Bumm-Enten-Action stehen, dürften in ihrem Inneren einen Zugang für menschliche Fragen bereit halten. Und dann ist Die zwölf Geschworenen die passende und ebenso unterhaltsame Grundlage für eine Diskussion mit anderen oder auch nur mit sich selbst. Und wenn man darauf keine Lust hat, dann schaut man halt zwölf Männern zu, wie sie diskutieren. Das genügt.

Persönliche Anekdote:
Nur wegen dieses Filmes habe ich angefangen Jura zu studieren.
Glücklicherweise laufen die Verfahren in Deutschland anders ab. Denn wer weiß schon, wie häufig ein Geschworener Nr. 8 mit im Entscheidungsprozess sitzt? Viel zu häufig lässt man sich doch als Mensch auf seine subjektiven Empfindungen ein, als sich um Beweismittel zu kümmern.
Wer sich nur ein kleines bisschen für Soziologie, Philosophie, Psychologie oder Rechtswissenschaften interessiert, der muss diesen Film ein Mal gesehen haben. Beim Rest reichen zwei bis drei Mal.

Auf IMDb 8,9 / 10 (Platz 5 der besten Filme) und bei moviepilot 8,2 / 10.

Platz 6: Whiplash (2014)

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© Sony Pictures Releasing GmbH

Erstaunlich, dass gerade der Refrain von Wolfgang Petrys Wahnsinn so gut zu dem Film passt:

So ein Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?
Eiskalt, lässt du meine Seele erfrieren.
Das ist Wahnsinn, du spielst mit meinen Gefühlen.
Und mein Stolz liegt längst schon auf dem Müll.
Doch noch weiß ich, was ich will

Die Hauptfigur will den Erfolg. Bedingungslos. Er setzt alles aufs Spiel. Seine Familie, seine Liebe, seine Gesundheit. Ob sich das am Ende lohnt, darf jeder selbst entscheiden. Der Film schwingt die Drumsticks, aber niemals die Moralkeule. Und als besonderes Highlight bekommt man J. K. Simmons in der Rolle seines Lebens zu sehen: als Musiklehrer mit ganz besonderen Methoden.
Drei Buchstaben: tol.

Persönliche Anekdote:
Selten war ich nach einem Film so durchgeschwitzt, bei dem es sich um keinen Porno handelte. Porno ist trotzdem ein gutes Adjektiv für Whiplash, denn ob man ihn nur als Voyeur betrachtet, der sich an den Schicksalen der Figuren ergötzt, oder jede musikalische Bewegung in seinem Inneren spürt, spielt für den Genuss keine Rolle. Whiplash nimmt einen mit, gibt einem etwas mit und mit Bravour umschifft er jedes Klischee und jede Gefahr, zu langweilen – und sei es auch nur für eine einzige noch so kleine Szene.
Der beste Film der letzten fünf Jahre. Und dabei kann ich mit Schlagzeug oder Jazz gar nicht so viel anfangen. Aber darum geht es im Kern auch gar nicht, wie ihr in meiner Kritik zu Whiplash nachlesen dürft.

Auf IMDb 8,5 / 10 (Platz 43 der besten Filme) und bei moviepilot 8,2 / 10.

Platz 5: Und täglich grüßt das Murmeltier (OT: Groundhog Day, 1993)

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© Columbia Tri-Star Filmgesellschaft GmbH

Den Film könnte ich mir jeden Tag ansehen. Die perfekte Grundidee einer Zeitschleife mit einem grandiosen Bill Murray in der Hauptrolle. Und ausnahmsweise dient die Liebesgeschichte nicht nur zur Laufzeit-Streckung und weil den Autoren nichts besseres einfiel.
Ein Mann erlebt einen beschissenen Tag so lange neu, bis er ihn zu einem gelungenen Tag macht. Und das dauert unterhaltsam lange. Und entgegen 12:01, der kurze Zeit später erschien, lotet er die Grundidee so sehr aus, wie es jeder in der Situation machen würde: Schabernack am laufenden Band. Während ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich schon wieder Lust auf Groundhog Day.

Persönliche Anekdote:
100 Minuten später kann ich verkünden: der Film ist immer noch gut. So gut, dass ich ihn einst einem Kumpel gezeigt habe, der mit einem Mädel was anfangen wollte, mit dem ich davor was hatte. Wir scheinen ja den selben Geschmack zu teilen. Er hat ihm gefallen. Und die beiden sind zusammen gekommen. Mehrmals.

Auf IMDb 8,0 / 10 (Platz 230 der besten Filme) und bei moviepilot 7,1 / 10.

Platz 4: Sieben (OT: Se7en, 1995)

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© Warner Home Video

Das Drehbuch ist so spannend und von hinten bis vorne durchchoreographiert, dass ich es mir nicht erlauben konnte, ihn auf Platz Sieben zu stecken.
Solch fiese Morde in einen Film für den Mainstream zu stecken, dazu gehört schon einiges an Eier. Aber dieses Ende. Dieses vermaledeite Ende, das braucht die dicksten Eier überhaupt. Kein Negativpunkt zu finden. Nichts schlechtes, nichts langweiliges, keine Szene, die nicht fesselt oder unterhält. Hier stimmt alles. Warum trotzdem „nur“ Platz 4? Die noch kommenden Filme haben jeweils ein Extra, das Fincher hier nicht bietet. Aber auch nicht muss, weil Sieben bereits perfekt ist.

Persönliche Anekdote:
Bei vielen ist Sieben nicht einmal der beste Film des Regisseurs. Allerdings hat David Fincher mit u.a. Fight Club, Social Network und The Game auch noch weitere Hochkaräter verbrochen, bei denen es mich nicht verwundern würde, sie in irgendeiner Top10 zu sehen.
Aber das in meinen Augen beste Filmende aller Zeiten gehört mehr gewürdigt, als die sich eher auf Twists verlassenden anderen Filme.
Hier passt jedes Puzzle-Stück ineinander und das nach fast zwei Stunden Spannung auf höchstem Niveau. Manch einer mag finden, dass Brad Pitt etwas übertreibt, aber innerhalb der geschaffenen Extremsituation kaufe ich ihm sein Schauspiel ab. Sollte die Anekdote stimmen, dass es Pitts Verdienst ist, dass nicht ein anderes Ende gewählt wurde, dann verzeihe ich ihm auch das Wadendouble in Troja. Bei Sieben wird zum Glück mehr der Kopf angesprochen.

Auf IMDb 8,6 / 10 (Platz 21 der besten Filme) und bei moviepilot 8,2 / 10.

Platz 3: Zurück in die Zukunft (OT: Back to the Future, 1985)

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© United International Pictures GmbH

Wie schon an anderer Stelle gemutmaßt, gibt es niemanden, der Zeitreise-Filme nicht mag. Und hier haben wir den besten dieser Kategorie. Von der ersten bis zur letzten Sekunde eine Unterhaltungs-Bombe mit einem perfekt in den Film integrierten Soundtrack mehrerer Epochen. Eine Geschichte, die wenigstens in den 80ern noch jeden fasziniert hat, heute ist es wohl Usus, seine Eltern zusammenbringen zu wollen. Wenn auch nicht mit diesem ödipalen Unterton. Und wer hat schon den DeLorean dafür? Die coolste Methode, die Gegenwart vor sich zu lassen.
Das beste Adjektiv, das mir für Zurück in die Zukunft einfällt, ist beschwingt. Spricht nicht für mich als Autor, aber durchaus für den Film, der diese Beschreibung von der ersten Sekunde bis zum Ende der Fortsetzung durchhält. Stark!

Persönliche Anekdote:
Tatsächlich finde ich den ersten Teil noch ein kleines bisschen besser als den ebenfalls herausragenden zweiten. Im Idealfall schaut man sich beide am Stück an. Nein, einen dritten gibt es nicht.

Auf IMDb 8,5 / 10 (Platz 42 der besten Filme) und bei moviepilot 7,5 / 10.

Platz 2: Total Recall (1990) Shutter Island (2010)

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© Concorde Filmverleih GmbH

Wer beide Film gesehen hat, weiß zumindest, warum ich sie zusammen auf einen Platz packe. Denn hier und da sind sie sich in der Grundthematik sehr ähnlich. Total Recall mit wesentlich mehr Action und einem Arnold Schwarzenegger, der nie besser war. Shutter Island mit mehr Spannung und einem Leonardo DiCaprio, der trotz seiner ausgezeichneten Leistung davor und danach bereits besser war.
In beiden Filmen geht es um die Frage nach der Realität und in beiden Filme wird damit im Sinne des Zuschauers gespielt. Dieser darf sich gerne fragen, was Sache ist und wird dafür jeweils am Ende mit einer Antwort belohnt, die ihn besonders bei Shutter Island noch lange zu denken geben kann.

Persönliche Anekdote:
Das Konzept ist genau mein Ding. Wobei man dafür dem visionären Philip K. Dick danken sollte, der sich immer wieder (Kurz-)Geschichten ausgedacht hat, die einem die Hirnwindungen verknoten. Total Recall hat den Vorteil, das ich ihn Jahre zuvor gesehen habe und dank handgemachter Effekte heute trotzdem noch funktioniert. Shutter Island hat den Vorteil, dass er beim wiederholten Angucken noch mehr hinzu gewinnt, als sein kongenialer Partner auf Platz 2 meiner Lieblingsfilme.

Auf IMDb hat Total Recall 7,5 / 10, Shutter Island 8,1 / 10 (Platz 170 der besten Filme) und bei moviepilot hat Total Recall 7,4 / 10, Shutter Island 7,9 / 10.

Platz 1: Reservoir Dogs (1992)

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© Ascot

Platz 1 meiner besten Filme aller Zeiten zu sein ist nicht nur eine Auszeichnung ohne Wert, sondern auch eine Bürde, die er bei jedem erneuten Ansehen unter Beweis stellen muss. Doch Reservoir Dogs liefert. Jedes Mal. Und wie! Geschichte, Charaktere, Dialoge, Musik, Kameraeinstellungen, alles passt. Nichts ist zu cool, alles ist passend auf die Erzählung abgestimmt. Hinzu kommt, dass Tarantino im Gegensatz zu Hateful Eight genau zur richtigen Zeit dem Zuschauer verrät, wer was will. Wie man so einen Film aus der hohlen Hand schütteln kann, weiß ich leider nicht, sonst würde ich es ihm gleichtun. Aber auch hierauf liefert uns der Regisseur die richtige Antwort:
„When people ask me if I went to film school, I tell them: No, I went to films.“

Persönliche Anekdote:
Nicht der Tarantino-Film, der hier wahrscheinlich erwartet wurde. Aber ich finde auch Inglourious Basterds besser als Pulp Fiction. Und Reservoir Dogs ist nach meinem Dafürhalten sein bester, weil ernstester Film. Hier geht es um was, hier steht viel auf dem Spiel und die Gewalt tut wirklich weh. Das hat er so in keinem nachfolgendem Film mehr geschafft (höchstens noch in Jackie Brown). Die typische Coolness rund um seine Figuren und die unverwechselbaren Dialoge gab es aber bereits hier, weswegen man nicht nur alle Vorzüge eines späteren Tarantino bekommt, sondern auch eine Prise Ernsthaftigkeit, die ich so nicht mehr erleben durfte (vielleicht bei seinem nächsten Projekt, wer weiß).
Als ich mir den Film auf DVD gekauft habe, habe ich mich nicht für die Namen von Regisseuren interessiert, und wollte nur einen guten Kriminalstreifen sehen. Herausgekommen ist, dass ich den Namen Tarantino nie mehr vergessen werde – und bis heute mein Platz 1 aller Zeiten.
Und ich bezweifle, dass er bald von hier verdrängt wird.

Auf IMDb 8,3 / 10 (Platz 76 der besten Filme) und bei moviepilot 8,0 / 10.

Was sind eure Lieblingsfilme?

…nach oben…

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27 Gedanken zu “Meine Top10 aller Zeiten – bis jetzt

  1. Fette Zustimmung zu dieser Liste. Darin finde ich mich sehr gut wieder. Und auch wenn meine Top10 wohl etwas anders aussehen würde, so kämen die meisten der von dir genannten Filme definitiv in meine Top50 bis Top100 – und damit in die Riege der Meisterwerke.

    Mein Platz 1 (wohl einzementiert für immer) ist im Übrigen „Blade Runner“. Über die Reihung der weiteren Plätze habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht, aber bei mir in den Top10 wären noch „Twelve Monkeys“, „The Big Lebowski“, „Der letzte Mohikaner“, „Leon der Profi“, „Almost Famous“, „Donnie Darko“, „Only Lovers Left Alive“, „Garden State“ und mein Kindheits-Liebling „Convoy“.

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    • Mit Blade Runner bin ich erstaunlicherweise nie zu 100% warm geworden. Habe ihn vielleicht zu spät in meinem Leben gesehen. Welche Version empfiehlst du denn? Habe den Final Cut bei mir rumstehen.

      Auch eine gute Auswahl von dir, die man leicht unterschreiben kann. Und sogar zwei Filme dabei, die ich noch anschauen möchte (Der letzte Mohikaner und Convoy).
      Gar nicht so einfach, bei so einer großen Auswahl von guten Filmen.

      Gibt wahrscheinlich keine 2 Menschen mit einer identischen Top10.
      Normalerweise packe ich ganz gerne einen unbekannteren Film in solche Listen, aber dieses Mal habe ich es einfach nicht über das Herz gebracht.
      Da wäre deine Liste schon mehr „edgy“, weil es nicht nur die üblichen Verdächtigen sind.

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      • Der Final Cut ist schon super, das ist die Version, die ich auch zuhause habe.

        „Convoy“ ist halt so ein Kindheitsdingens bei mir. Objektiv wohl kein herausragender Film, aber es gibt keinen, den ich öfter gesehen habe. Als Kind wohl mindestens einmal pro Woche.

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  2. Da ist er also, der erste Audiobeitrag 🙂
    So wie ich dich kenne, willst du bestimmt Feedback 😉 Also:

    1. Vielleicht liegt es an meinem Laptop. Aber ich habe den Lautstärkeregler volles Rohr aufgedreht und muss mich trotzdem anstrengen etwas zu hören. Kannst du da was machen?

    2. Ich fände es gut, wenn man die Audiospuren runterladen könnte, damit ich mir das ganz gemütlich unterwegs anhören kann. Ich weiß nicht ob das bei Soundcloud möglich ist und ob du das möchtest.

    3. Ich hab jetzt mal probeweise zuerst deine Audioausgabe gehört und dann den Text gelesen. Ich denke mir gefällt der geschriebene Teil besser, weil im Audio irgendwie dein Biss und Humor nicht so richtig rüberkommt. Zumindest hat es auf mich so gewirkt. Im Text kommt deine Erklärung zudem auch genauso gut auf den Punkt wie in der Erzählung. Nur deutlich kürzer 🙂

    Zur Liste:

    Insgesamt sehr schön zusammengestellt und nachvollziehbar. Wie der Filmkürbis schon sagte würde meine Liste wahrscheinlich trotzdem fast vollständig anders aussehen. Einzig Whiplash würde sich wohl darauf wieder finden.

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    • Danke für dein Feedback! Du kennst mich halt schon sehr gut 😉

      1. Das mit der Lautstärke ist in der Tat etwas seltsam, da es bei mir ganz gut funktioniert. Allerdings hat Windows 10 allgemein Probleme mit Lautstärke von Mikrofonen, was man so liest.
      Aber beim nächsten Mal gibt es dann einen Versuch mit einem externen Mikrophon. Ich hoffe, dass sich das besser und lauter anhört.

      2. Also bei Soundcloud sollte das möglich sein. Habe auch extra eingestellt, dass Teilen und Download möglich sind.
      Allerdings wird es nicht bei Soundcloud bleiben, da die ein kostenloses Maximum von insgesamt glaub 3 Stunden haben.
      Bin da noch bei der Recherche, was das betrifft.

      3. Da stimme ich dir leider voll und ganz zu. Habe zu viel um den heißen Brei herumgeredet und nicht wirklich einen Mehrwert geschaffen. Ist gar nicht so einfach, alleine zu labern ^^
      Danke dir nochmal, das Feedback hilft mir sehr. Und mal sehen, was noch dabei herauskommt 🙂
      Diese Woche hatte ich wegen meines Umzugs leider keine Zeit, aber habe da noch ein Thema geplant, bei dem Labern besser sein dürfte und wirklich einen Mehrwert zum Schreiben bieten könnte.

      ————–

      Dann hau deine Liste mal raus! Bin immer erfreut, wenn jemand seine Lieblingsfilme präsentiert.

      Gefällt 1 Person

      • „Habe auch extra eingestellt, dass Teilen und Download möglich sind.“
        Teilen habe ich gesehen. Download habe ich nicht rausgefunden wie das gehen soll. Bitte um Erleuchtung 🙂

        „Danke dir nochmal, das Feedback hilft mir sehr. Und mal sehen, was noch dabei herauskommt“
        Sehr gern und ich bin echt gespannt 🙂

        „Dann hau deine Liste mal raus“
        Da ich es nicht schaffen werde einen Extra Beitrag zu erstellen (die Flopliste hat schon meine ganze Planung durcheinander geworfen) hier einfach mal eine spontane Liste, auf der garantiert die Hälfte fehlt und die ich spätestens in fünf Minuten bereuhen werde 😉 Ohne wertende Reihenfolge versteht sich…

        Whiplash
        Pulp Fiction
        König der Löwen
        Psycho
        Alien
        Dark Knight
        Jurassic Park
        Das Schweigen der Lämmer

        Für die letzten freien Plätze kommen nur noch Filme in Frage, die ich erst ein mal gesehen habe und die sich erst noch nachhaltig beweisen müssen. Die jeweils erste Sichtung hat mich aber auf jeden Fall begeistert. Desween nehme ich jetzt einfach mal

        Loving Vincent
        Boyhood

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        • Innerhalb von Konstanz. Also nach wie vor am südlichen Zipfel Deutschlands.
          Wobei mich die Tatsache, dass ich beim Quiz nicht so gut aussehe wie sonst, fast mehr gestresst hat 😛

          ————–

          WordPress ist manchmal seltsam. Da ich hier keine relevanten Einstellungen finde, lässt sich da auf den ersten Blick allerdings nichts machen. Vielleicht wollen sie mit solchen Methoden ihr Bezahlmodell pushen – nicht, dass ich ihnen das unterstellen wollte.

          Gefällt 1 Person

  3. Hallo auch! Habe eben deinen Kommentar bei @eccehomo42 gesehen und dachte, ich komme auch mal auf deinem Blog vorbei. Wie man an meinem Usernamen erkennen könnte, bin ich ein Musikfan, aber genauso für gute Serien und Filme zu haben. Also hier meine Top 10 (Ich bin 22, also nicht enttäuscht sein, wenn vermeintliche Klassiker (noch) fehlen. Und ich bin männlich, zur Einordnung.).

    10. Sherlock: Das letzte Problem
    Ja, ich klaue die Idee und es ist sehr kontrovers, gerade diesen Teil zu wählen, aber als Crime-Serien-Freak muss ich hier auch etwas aus diesem Genre vorbringen und ich liebe dieses „Psycho-Spiel“.

    9. Olympus Has Fallen
    Unterhaltsam, actionreich, mysteriös – ja, auch etwas unrealistisch, dass Gerald Butler den Kugelhagel der Hundertschaft überlebt und dass das Weiße Haus überhaupt so eingenommen wird, aber das ist im Rahmen, Hauptsache, der Plot ist in sich stimmig. Ich brauche kein planloses Rumgeballere, ich brauche Action mit Handlung 🙂

    8. Und Täglich Grüßt Das Murmeltier
    Das zählt für mich zu den Klassikern und da haben wir eine Übereinstimmung 😉

    7. I, Robot
    Sehr schön gemacht. Hat mich als einziger Will-Smith-Film bis jetzt überzeugt.

    6. E.T.
    Muss einfach mit drauf.

    5. Atemlos – Gefährliche Wahrheit
    Während alle von Taylor Lautner in „Twilight“ schwärmen, finde ich diesen Film mit ihm genial! 😉

    4. Sister Act 1
    Whoopi Goldberg in Bestform!

    3. Cars 2
    Ein Pixar-Film soll auch gewürdigt sein, meine Kindheit ist schließlich noch nicht so lange her 😀 Und dieses Mal ist tatsächlich Teil 2 besser als Teil 1, da er meine beiden Leidenschaften verbindet: „Crime“ und Reisen…

    2. Der Teufel trägt Prada
    „Ich kann so nicht arbeiten…“ 😀

    1. James Bond 007: Skyfall
    Die älteren Leser werden mich hassen. James Bond auf der 1 und dann auch noch Daniel Craig. Aber es ist eine grandiose Atmosphäre, absolut fantastisch produziert. Die Verfolgungsjagd in London, der junge Q (wirklich großartig!), Moneypenny, Judi Dench als M, ein düsterer Showdown, die Dialoge, einfach wunderbar!

    Ich bin auf die Antwort(en) gespannt 😂😂

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    • „Und ich bin männlich, zur Einordnung“

      Gut, dass du es sagst, denn bei deinem Platz 2 hätte ich dieses Geschlecht nicht direkt vermutet 😛

      Danke erstmal für deine Beteiligung. Wieso denn gerade der ESC 2009 als Name? Hat dir der norwegische Beitrag so gut gefallen, oder woran liegt’s?

      Grundsätzlich sollte man sich für seine Top10 meiner Meinung nach nicht rechtfertigen müssen. Selbst bei deiner Liste nicht 😉 Denn die hat einiges Potential für Gesprächsstoff, sage ich mal:

      Bei Sherlock spaltet deine genannte Folge (und die gesamte 4. Staffel) das Fan-Lager sehr stark, habe ich im Gefühl. Fand die vierte auch längst nicht mehr so gut wie z.B. die erste und zweite. Aber immer noch sehr gute Krimi-Unterhaltung. Wenn auch teilweise sehr abgefahren.

      Olympus Has Fallen hat mir persönlich weniger gefallen als z.B. der ähnlich gelagerte White House Down. Der erstgenannte hatte mir einen zu ernsten Grundton.Aber ich sag mal so, entgegen Atemlos, dem ich gar nichts abgewinnen konnte, gehe ich deine anderen Entscheidungen alle mit – auch wenn ich sie so nicht getroffen hätte.
      Bei James Bond z.B. würde ich trotz ein paar Jahre mehr auf dem Buckel ebenfalls einen mit Daniel Craig wählen: Casino Royal.

      Auf jeden Fall eine Top10 mit Filme, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Wobei das ja gerade das Interessante beim Filmgeschmack ist: jeder ist komplett anders.

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      • Soso 😛 Das berühmte Klischee wieder, dieser Film sei nichts für Männer. Und wenn ich jetzt sage, dass ich bisexuell mit Vorliebe für Männer bin, werden diese Klischees vermutlich weiter bestätigt (bla bla, typischer „Schwulenfilm“, bla bla) 😛 Allerdings bin ich überhaupt nicht in irgendeinem dummen Rollenbild drin. Ich kann mir alles angucken, vom „harten“ Actionfilm bis zur Komödie. Und Meryl Streep vs. Anne Hathaway ist einfach grandios gemacht (plus der „Mentalist“ Simon Baker in einer Nebenrolle – da haben wir wieder meine Crime-Neigung drin).

        Der ESC 2009 war mein erster. So einfach isses 😀

        Ich musste auch lang überlegen. Bei den Pixar-Filmen wäre z.B. Ratatouille noch auf meiner erweiterten Liste. Dafür kann ich absolut nichts mit Herr der Ringe anfangen, ich gucke kein GoT und Forrest Gump hat mich genervt. Ich bin alles, aber kein Mainstream 😀

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        • Da ich Der Teufel trägt Prada nie gesehen habe, ist es in der Tat nicht mehr als ein übernommenes Klischee.
          Gibt es denn typische Filme für Bisexuelle? (der ESC ist ja glaub schon sehr klischee-typisch, wenn es um Homosexuelle geht – „dank“ Thomas Hermanns, der ihn kurz vor deiner Zeit moderiert hat). Würde mir spontan gar nichts einfallen, bei dem ein solches Klischee besteht. Vielleicht Gaspar Noes Love.
          Aber grundsätzlich ist angenommener Filmgeschmack immer Klischee. Wenn ich neuen Bekanntschaften erzähle, dass ich auf Musicals stehe, dann bekomme ich da meistens einen fragenden Blick zurück, weil man damit nicht gerechnet hat, wenn ich zwei Sekunden vorher von Martyrs, The Hills Have Eyes und irgendwelchen beschlagnahmten Machwerken philosophiert habe.

          Hast du denn auch einen Blog, oder gibt es dich nur in den Kommentaren von anderen?

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          • Mir fallen so spontan keine typischen Filme ein, nein 😀
            Mich gibt es nur auf anderen Blogs, allen voran natürlich dem Prinz-ESC-Blog als größte deutschsprachige Fanpage (prinz-esc.de) und Wiwibloggs als wichtigste internationale ESC-Fanpage (wiwibloggs.com). Und dann eben der Blog von eccehomo42, die ja hier auch in den Kommentaren aktiv ist. Jetzt noch ein Filmblog hier, das reicht mir dann auch schon völlig 😀

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    • Hallöchen,

      ich mische mich jetzt einfach mal ein, weil ich es gut finde, wenn ich auf solchen Listen Filme sehe, die ich noch nie auf solchen Listen gesehen habe 😀 Finde ich echt gut.

      I, Robot habe ich vor Jahren im Kino gesehen und habe eigentlich auch gute Erinnerungen daran. Keine Ahnung, ob das heute immer noch so wäre. 😉

      Skyfall fand ich jetzt zum Beispiel nicht den besten Bond. Noch nicht mal den mit Craig als Hauptdarsteller.

      Und täglich grüßt das Murmeltier ist natürlich ein Klassiker. Allerdings würde der glaube ich nicht mal in meiner Top50 (oder gar Top100) auftauchen.

      Olympus Has Fallen fand ich eher schlecht. Wobei ich zugeben muss, dass mir vor allem der neuere „London has fallen“ in Erinnerung geblieben ist. Eine echte Vollkatastrophe. Vielleicht zieht das den ersten Teil in meiner Erinnerung auch runter. 😀

      Den Rest habe ich, abgesehen von „Der Teufel trägt Prada“ nicht gesehen.

      LG Ma-Go

      Gefällt 1 Person

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