Appgefahren – Alles ist möglich – Filmkritik(?)

Filmkritik zur Teenie-Romantikkomödie Appgefahren – Alles ist möglich (OT: Status Update, 2018)

Gesehen bei Amazon Video
Und dann habe ich direkt das Fazit gelesen

Eine App, die Wünsche erfüllt

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© Concorde

Hätte ich eine solche App, würde ich als erstes eintippen, dass ich meine Schwester nicht geschwängert und demzufolge auch nicht im Gefängnis gelandet bin. Dann hätte ich zwar keine Zeit für diese Filmkritiken, aber wenn wir ehrlich sind, wäre das eine Win-Win-Situation. Denn wer schaut sich konsequenterweise einen Teenie-Film an, wenn er bereits aus einem Meter Entfernung durch die Glasscheibe seines Fernsehers riechen kann, dass der Film nicht für ihn gemacht ist. Und trotzdem habe ich ihn gesehen und trotzdem schreibe ich darüber und trotzdem werden diesen Text zwei Personen lesen, die gehofft haben, dass sie eine Filmkritik mindestens der Güteklasse B bekommen werden.

Aber was soll ich euch schreiben; das Leben ist kein Wunschkonzert. Ihr könnt noch so häufig ein fünfblättriges Kleeblatt zerreißen, um euer Herzblatt von euch zu überzeugen. Tipp: fangt bei sie liebt mich an. Ihr müsst mit der Umwelt leben, wie ihr sie vorfindet. Alles, was ihr ändern könnt, seid ihr selbst. Der Rest reagiert vielleicht darauf, aber nicht immer so, wie ihr das sollt. Und genau das muss auch unsere Hauptfigur erkennen, nachdem er die App, die Wünsche erfüllt, mehrmals ausprobiert hat.

Ein Film, der Wünsche offen lässt

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© Concorde

Hauptdarsteller sind Olivia Holt, Mira Nenrunter und Ross Lynch. Die beiden machen die Sache nicht unbedingt gut, aber für die Zielgruppe ist das Schauspiel ausreichend. Was weniger ausreicht, ist der Umgang mit der Grundprämisse. Der deutsche Beititel Alles ist möglich trifft leider so gar nicht auf die filmische Umsetzung zu. Er bietet zwar ein paar beschwingte Szenen, aber aus der Idee hätte man wahrlich mehr rausholen können – müssen. So steht am Ende die Erkenntnis, dass auch dieser Film ohne sein Verkaufsargument App, die  alle Wünsche erfüllt noch besser funktioniert hätte. Denn im Grunde geht es um einen Teenager, der seinen Platz in der Gesellschaft und im Herzen seiner Angebetenen sucht. Dann doch lieber gleich zu Vielleicht lieber morgen greifen. Schreibt euch das in eure App.

Die Dialoge laden nicht zum Lachen ein, die Einfälle bis auf deren zwei, drei Ausnahmen auch nicht unbedingt und über allem steht die von vorneherein nicht zum Scheitern verdammte Liebesgeschichte, die (mal wieder) im vierten Akt einen mehr als durchsichtigen Dämpfer bekommt, bis man (nicht überraschend) auf das Happy End zusteuert.
Nicht das, was ich mir von einem Film wünsche. Nur bin ich auch nicht der Zuschauer, den sich dieser Film gewünscht hat. 12 bis 16 bin ich schon lange nicht mehr. Und will ich auch nicht mehr sein. Der Film will ebenfalls nicht mehr sein. Er ist sich selbst genug.

Fazit

Er ist sich selbst genug. Mir aber nicht.

…nach oben…


Bewertung auf Filmportalen (Stand: 31.01.2019)

Portal
Bewertung
Stimmen
IMDb
5,8 / 10
2.369
moviepilot
5,7 / 10
40
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2 Gedanken zu “Appgefahren – Alles ist möglich – Filmkritik(?)

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