Nach einer wahren Geschichte – Filmkritik(?)

Filmkritik zum Thriller von Roman Polański Nach einer wahren Geschichte (OT: D’après une histoire vraie, 2017)

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Nach keiner wahren Geschichte

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©Studiocanal GmbH Filmverleih

Eine meiner größten Ängste?
– Dass ein verrückter Fan mich stalkt, mir das Leben zur Hölle macht und eines Nachts nackt einfach nur vor meinem Bett steht und wartet, bis ich wach werde.
Eine meiner größten Hoffnungen?
– Dass es sich dabei um Eva Green handelt.

Und da haben wir auch schon Grund Nummer zwei, wieso ich mir Nach einer wahren Geschichte angeschaut habe. Der Name der Schauspielerin ist bezeichnend und ihren Eltern ist es zu verdanken, dass er wie zufällig nach dem Begriff Evergreen klingt. Doch leider sollte sie das einzige Highlight in einem sonst an Höhepunkten armen Film bleiben, der zu Unrecht als Thriller vermarktet wird.
Grund Nummer eins, wieso ich mir Nach einer wahren Geschichte angeschaut habe, war der Name des Regisseurs: Roman Polański (so macht man also den Strich über dem n). In nicht allzu weiter Vergangenheit immerhin für einen der in meinen Augen spannendsten Filme überhaupt verantwortlich: Der Ghostwriter. Von seinen Erfolgen in weiter zurückliegender Vergangenheit ganz zu schweigen. Doch irgendwann hat jeder Erfolg sein Ende. Im besten Fall muss man das nicht mehr selbst miterleben. Oder, Stanley Kubrick?

Was zeichnet einen Thriller aus?

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©Studiocanal GmbH Filmverleih

Wie die Übersetzung verrät, ein fesselnder Nervenkitzel; Spannung. Leider fehlt das der Geschichte rund um eine ideenlose Schriftstellerin, die von einem weiblichen Fan umgarnt wird, nahezu komplett. Wenn man das Ende kennt, weiß man auch wieso, allerdings rechtfertigt das den Mangel an Szenen, die zum Fingernagelkauen anregen, überhaupt nicht. Jetzt kann man zwar argumentieren, dass der Film vielleicht gar kein Thriller sein möchte und nur die Marketingabteilung für diesen Irrglauben verantwortlich zu machen ist. Dagegen spricht, dass man der Machart anmerkt, dass sie darauf ausgelegt ist, den Zuschauer im Erwartung erregenden Ungewissen zu lassen. Leider vergeblich.

Die Schriftstellerin kommt mir ihrem neuesten Roman nicht voran. Ein Fan wird zu ihrer Freundin, doch scheint sie ein dunkles Geheimnis in sich zu tragen. Wie ihr Kleid leider nicht zu durchschauen. Als die beiden alleine auf einem abgelegenen Gehöft leben, wandelt der Plot auf Spuren von Stephen Kings Misery. Aber auch das funktioniert nicht. Kann zwar wiederum dank des schlussendlichen Schlusses Sinn ergeben, wenn man sich dazu den Titel vor Augen führt. Nur hätte ich dann doch lieber ein anderes Ende gehabt, wenn der Film dafür spannend gewesen wäre. Oder wenigstens erotisch. Oder wenigstens unterhaltsam. Leider nein.

Fazit

Ach, Eva. Was würde ich gerne der Wurm in deinem Apfel sein. Stattdessen ist in diesem Film der Wurm drin. Von vorne bis hinten. Mag sein, dass die Romanvorlage was taugt. Aber Romans Umsetzung tut das nicht. Leider.

…nach oben…


Bewertung auf Filmportalen (Stand: 18.02.2019)

Portal
Bewertung
Stimmen
IMDb
5,7 / 10
3.201
moviepilot
5,4 / 10
78
Letterboxd
2,7 / 5
1.756

Ein Gedanke zu “Nach einer wahren Geschichte – Filmkritik(?)

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